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Über 1.700 Personen die Einreise verweigert

Seit Donnerstag hat die Bundespolizei die stationären Kontrollen zu Tschechien beendet - nach zwei Monaten. In der Zeit gab's auch aufwühlende Fälle.

Bundespolizisten kontrollieren einen aus Tschechien kommenden Lkw auf der S148 bei Neugersdorf.
Bundespolizisten kontrollieren einen aus Tschechien kommenden Lkw auf der S148 bei Neugersdorf. © Matthias Weber/photoweber.de (Archiv)

Beamte der Bundespolizeiinspektion Ebersbach haben in den vergangenen zwei Monaten über 1.700 Personen die Einreise verweigert, die von Tschechien nach Deutschland wollten. In den überwiegenden Fällen fehlte entweder ein negativer Corona-Test oder erfüllten die Betroffenen keines der Ausnahmetatbestände, berichtet Sprecher Alfred Klaner. Dazu gehört, dass Einreisen beruflich, medizinisch oder sozial begründet sein müssen. So haben Beamte auch Lkw-Fahrer für den Transit-Verkehr abweisen müssen oder Ausländer, die legal in Deutschland arbeiten wollten.

Aufwühlend fand Alfred Klaner jedes Mal die Fälle, in denen Bundespolizisten Hundeschlepper erwischten. "Unter schlimmen Bedingungen für die Tiere", sagt er. Vor allem Welpen werden über die Grenze geschmuggelt. Geht das schief, müssen die Hunde in eine dreimonatige Quarantäne. Auf den Halter kommen dann Kosten von 15 Euro pro Tag zu. Das seien Fälle gewesen, mit denen die Beamten sonst kaum zu tun hätten, berichtet der Sprecher.

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Am 15. Februar führte Deutschland die stationären Kontrollen zu Tschechien vorübergehend wieder ein, mit denen die Corona-Pandemie eingedämmt werden sollte. Seit Donnerstag sind sie beendet. Nun kontrollieren die Bundespolizisten wieder ausschließlich mobil - zeitweise an den Übergängen und im grenznahen Raum.

So haben sie beispielsweise am Mittwoch ein mit vier Personen besetztes tschechisches Auto an der Hauptstraße in Neugersdorf gestoppt. Weil sich zwei nicht ausweisen konnten, durchsuchten die Beamten das Fahrzeug nach Ausweisdokumenten. Dabei fanden die Polizisten einen unter einem Kissen auf der Rückbank liegenden verbotenen Schlagring. Den stellten sie sicher und zeigten den Verstoß gegen das Waffengesetz an.

Diesen Schlagring fanden Bundespolizisten bei mobilen Kontrollen.
Diesen Schlagring fanden Bundespolizisten bei mobilen Kontrollen. © Bundespolizei

Das Ende der Kontrollen an der Grenze zu Tschechien heißt auch nicht, dass diese jetzt wieder geöffnet ist. Nach wie vor gelten von und nach Tschechien strenge Aus- und Einreisebeschränkungen, weil das Land weiterhin als Hochinzidenzgebiet gilt.

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