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Corona: Mann wehrt sich gegen Kontrolle

Polizisten haben in Löbau-Zittau wieder Einreisende aus Tschechien und Polen überprüft. Ein 60-Jähriger war damit nicht einverstanden.

Symbolbild
Symbolbild © Symbolfoto: Robert Michael

Ein 60-Jähriger hat sich am Donnerstag bei einer Kontrolle der Bereitschaftspolizei in Zittau vehement gewehrt. Beamte waren gerade im Streifenwagen auf der Friedensstraße in Richtung Grenze unterwegs, als ihm ein orangefarbener Wartburg entgegenkam - an dem das vordere Kennzeichen nicht richtig angebracht war.

Sie hielten den Fahrer an. "Doch der wollte weder den Motor ausmachen, noch aussteigen", berichtet Sebastian Ulbrich von der Polizeidirektion Görlitz. Seine Personalien nannte der 60-Jährige auch nicht. Daraufhin versuchten die Beamten ihn aus dem Auto zu ziehen. "Er hielt sich erst am Lenkrad fest und fuchtelte dann herum", so der Sprecher. Schließlich blieb der Mann auf dem Boden liegen und beharrte laut Sebastian Ulbrich darauf, dass ein Arzt kommt. Der herbeigerufene Rettungsdienst fand aber keine Verletzungen oder anderes. Eine Streife vom Zittauer Revier half dann beim Feststellen der Personalien. "Ein Beamter kannte ihn bereits, weil der 60-Jährige schon mehrfach mit dem Revier zu tun hatte", berichtet der Polizeisprecher. In welcher Hinsicht, ist allerdings nicht bekannt.

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So hat der Deutsche nicht nur eine Ordnungswidrigkeit begangen, sondern sich auch straffällig gemacht. Er erhielt eine Anzeige wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Insgesamt kontrollierten knapp 20 Polizisten des Reviers Zittau-Oberland und der Bereitschaftspolizei am Donnerstag von 9 bis 16 Uhr den Einreiseverkehr aus Tschechien und Polen. Die Beamten überprüften verschiedene Wege an den Grenzen von Zittau über Oybin bis Ebersbach-Neugersdorf. Ihr Fokus lag vor allem auf der Durchsetzung der Einreise- und Quarantäne-Verordnung. Die Einsatzkräfte überprüften insgesamt etwa 20 Fahrzeuge mit über 30 Insassen. "Sie stellten keine Verstöße gegen die geltenden Bestimmungen fest", teilt Sebastian Ulbrich. "Die Kontrollierten verhielten sich kooperativ und zeigten die erforderlichen Dokumente vor."

Hingegen entdeckte in der Nacht zum Freitag eine Streife zwei Radfahrer an der Georgewitzer Straße in Löbau. "Die Männer versteckten sich noch hinter einem Busch, als sie den Streifenwagen sahen", so der Polizeisprecher. Um je eine Ordnungswidrigkeitenanzeige kamen die 22-Jährigen jedoch nicht herum. "Triftige Gründe für ihren nächtlichen Ausflug konnten sie nicht nennen."

Am frühen Freitagmorgen war dann ein alkoholisierter 46-Jähriger mit seinem Mercedes von Zittau nach Hirschfelde unterwegs. "Der Tscheche fuhr in Schlangenlinien und überquerte mehrmals die Mittellinie", teilt Sebastian Ulbrich mit. "Er war auf dem Weg zur Arbeit." In einer Kontrolle pustete der Mann einen Alkoholwert von umgerechnet 0,6 Promille. Die Beamten ordneten eine Blutentnahme an, untersagten die Weiterfahrt und erstatteten Anzeige wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr.

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