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Zittau

Polizei behält "Spaziergänger" im Auge

Die Beamten haben an den vorigen zwei Montagen keinen verbotenen Aufzug um den Stadtring Zittau mehr festgestellt. Präsent sein wollen sie aber weiter.

Der "Spaziergang" um den Zittauer Stadtring beschäftigt schon seit Wochen die Polizei.
Der "Spaziergang" um den Zittauer Stadtring beschäftigt schon seit Wochen die Polizei. © Matthias Weber/photoweber.de

Auch am kommenden Montag rechnet die Polizei damit, dass Kritiker der Corona-Maßnahmen um den Zittauer Stadtring laufen. Deshalb wird sie diese wieder begleiten, die am Abend auf dem Gehweg entgegen der Fahrtrichtung unterwegs sind.

Die "Spaziergänge" waren bisher immer unangemeldet, die zwischenzeitlich sogar täglich stattfanden. Und nachdem die Teilnehmerzahl seit der ersten Versammlung im März auf rund 550 im April stieg, ist diese inzwischen wieder gesunken. Am vergangenen Montag waren etwa 200 Menschen weniger unterwegs. Die Angaben basieren auf Zählungen der Polizei, die bis auf die beiden jüngsten Male alle Veranstaltungen als verbotenen Aufzug einstufte.

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Dabei beobachteten die Beamten, dass sich Teilnehmer nicht an geltende Auflagen hielten. Insbesondere trug ein Großteil keinen vorgeschriebenen medizinischen Mund-Nasen-Schutz und wahrte nur zum Teil den Mindestabstand von 1,5 Metern. Außerdem blieben die Teilnehmer nicht an einem Ort. Die Polizei forderte sie per Lautsprecher auf, die Demonstration zu verlassen. Dem kamen sie aber weitestgehend nicht nach.

Im Zuge polizeilicher Maßnahmen gab's auch schon verbale und tätliche Auseinandersetzungen. Mehrere Vorfälle brachten die Beamten zur Anzeige. Und Verstöße toleriert die Polizei auch künftig nicht. "Insbesondere Straftaten werden konsequent verfolgt", teilt sie mit. Ihr Ansatz bleibt: Mit Kommunikation und Augenmaß herangehen, unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit. Der weiter bestehende Wunsch der Polizei: Verantwortung übernehmen und eine geplante Versammlung bei der entsprechenden Behörde anzeigen - und sich an die Regeln halten.

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