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Zahl der Corona-Protestler steigt leicht an

Im Revier Zittau-Oberland zählte die Polizei 780 Demonstranten, im Revier Görlitz etwa 500. Das sind mehr als in der Vorwoche.

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In Zittau (Foto), Görlitz und anderen Gemeinden im Landkreis demonstrieren weiterhin jeden Montag Corona-Kritiker.
In Zittau (Foto), Görlitz und anderen Gemeinden im Landkreis demonstrieren weiterhin jeden Montag Corona-Kritiker. © Archivfoto: Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Auch am Montag sind in vielen Gemeinden des Landkreises wieder Corona-Kritiker auf die Straße gegangen, um zu demonstrieren. In der Summe zählte die Polizeidirektion Görlitz bei den angezeigten und nicht angezeigten Versammlungen etwa 2.480 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das sind etwa 200 weniger als in der Woche zuvor.

Während die Teilnehmerzahl im Gesamtbereich der Polizeidirektion, die für die beiden Landkreise Görlitz und Bautzen zuständig ist, zurückging, zeigt sich teilweise in den einzelnen Polizeirevieren eine andere Entwicklung. Darüber informiert Polizeisprecherin Anja Leuschner auf SZ-Nachfrage. So nahmen im Revierbezirk Zittau-Oberland insgesamt 780 Menschen an Versammlungen und Aufzügen teil. In der Woche zuvor registrierte die Polizei hier etwa 750 Teilnehmer.

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Der leichte Anstieg geht vor allem auf die beiden größten Städte im Revier zurück: In Zittau versammelten sich 410 Menschen auf dem Marktplatz, eine Woche zuvor waren es hier 350 Protestler. Auch in Löbau stieg die Zahl leicht auf knapp über 200 Teilnehmer an. Die Versammlung in Löbau war im Vorfeld nicht angemeldet worden - anders als eine zweite Versammlung in Zittau, wo am Haberkornplatz neun Protestler zusammenkamen. Angemeldet hatte sie die AfD.

Im Revier Zittau-Oberland gab es noch drei weitere Versammlungen: an der Hauptstraße in Neugersdorf mit 20 Teilnehmern, eine am Spree-Eck in Ebersbach, an der 44 Corona-Kritiker teilnahmen, und eine in Herrnhut mit etwa 90 Protestlern. In allen drei Gemeinden ist laut Polizei die Teilnehmerzahl gegenüber der Vorwoche zurückgegangen.

Im Revierbereich Görlitz fanden am Montagabend vier Versammlungen statt. In Görlitz protestierten auf dem Postplatz rund 400 Menschen. Darüber hinaus trafen sich am Klinikum 30 Corona-Kritiker, die im Anschluss an ihren Protest zum Postplatz gingen und sich den dortigen Demonstranten anschlossen.

Am Zinzendorfplatz in Niesky gab es eine Demonstration mit rund 40 Teilnehmern. Hier kam es am Rande der Versammlung zu einem Vorfall, wie die Polizeisprecherin mitteilt. Ein Passant zeigte und rief verfassungswidrige Zeichen und Parolen. Dabei handelte es sich um einen 46-jährigen Deutschen. Gegen den Tatverdächtigen wird nun wegen der Verwendung verfassungswidriger Symbole ermittelt.

Eine unangemeldete Versammlung fand in Rothenburg statt. 40 Menschen hatten sich am Netto-Parkplatz versammelt und liefen dann zum Markt.

Insgesamt registrierte die Polizei im Revier Görlitz etwa 500 Teilnehmer an den Corona-Protesten. In der Vorwoche waren es auch hier weniger - insgesamt 450.

Im Landkreis Bautzen gingen dagegen die Teilnehmerzahlen bei den Corona-Demos zurück, die größte Versammlung gab es hier in Bautzen mit 450 Teilnehmern.

Thematisch richteten sich die Zusammenkünfte überwiegend gegen aktuelle politische Entscheidungen, teilweise wurde der Krieg in der Ukraine erwähnt.

Die Polizei war darauf vorbereitet, bei möglichen unfriedlichen Aktionen konsequent einzuschreiten, Straftaten zu verfolgen und die Sicherheit der Versammlungsteilnehmer zu gewährleisten. Der Fokus lag dabei, wie auch in den Wochen zuvor, auf der Gewährleistung der Versammlungsfreiheit.

Die Polizei erstattete in 14 Fällen Strafanzeige im Sinne des Versammlungsgesetzes, weil selbige Zahl an Versammlungen nicht angemeldet worden war. (SZ)

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