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Löbau

Corona: "Stiller Protest" geht zurück

Am Sonntag haben von Zittau bis Oppach noch 221 Kritiker der Corona-Maßnahmen gestanden. Aber immer noch deutlich mehr als anderswo.

Im Juli 2020 entstand dieses Foto: Ein Teilnehmer hält an der B96 ein Schild mit der Aufschrift "Wacht auf!". in den Händen. Die "stillen Proteste" halten sich seit Monaten hartnäckig.
Im Juli 2020 entstand dieses Foto: Ein Teilnehmer hält an der B96 ein Schild mit der Aufschrift "Wacht auf!". in den Händen. Die "stillen Proteste" halten sich seit Monaten hartnäckig. © Sebastian Kahnert/dpa

Auch bei über 30 Grad haben am Sonntag wieder die "Stillen Protestler" entlang der B96 gestanden - wenn auch nicht mehr so viele wie die vergangenen Wochen. Nach den Zahlen der Polizei standen von Zittau bis Oppach noch 221 Menschen, die sich kritisch gegenüber der (Corona-)Politik zeigen. Sieben Tage zuvor waren noch 284 gekommen.

Auch wenn sich insbesondere in Oppach der Rückgang zur Vorwoche bemerkbar machte (von 145 auf 85), nahm die Gemeinde wieder einmal den Spitzenplatz ein. Dahinter folgten Ebersbach-Neugersdorf (41), Oderwitz (27), Eibau (25), Neusalza-Spremberg und Zittau (je 14) sowie Friedersdorf (8) und Mittelherwigsdorf (7). Im gesamten Revierbereich Bautzen kamen 85 stille Protestler (Vorwoche 101) zusammen, in Hoyerswerda erneut keiner. Die Demo an der Dresdner Straße in Zittau zum Thema "Wahrung unserer Grundrechte" war als einzige angemeldet.

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"Die Teilnehmer haben in allen Orten die Abstände eingehalten, teilweise den Mund-Nasen-Schutz getragen", teilt Polizeisprecher Sebastian Ulbrich mit. Die Beamten dokumentierten die Verstöße, schritten aber nicht ein. Das handhaben sie aus Gründen der Verhältnismäßigkeit seit Wochen so - mit Ausnahmen. So mussten sich Polizisten erst den Sonntag vor zwei Wochen zurückziehen, als sie Teilnehmer in Weigsdorf-Köblitz auf das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes hinwiesen. Alle gezeigten Fahnen seien auch dieses Mal ohne strafrechtliche Relevanz gewesen, so Kai Siebenäuger.

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