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Corona: Wieder taucht QAnon-Flagge auf

Kritiker der Corona-Maßnahmen haben am Montag erneut in Neugersdorf demonstriert. Schweigend - und wie immer unangemeldet.

Seit Monaten protestieren Menschen jeden Montag an der Hauptstraße in Neugersdorf - hier ein Bild von Mitte Dezember.
Seit Monaten protestieren Menschen jeden Montag an der Hauptstraße in Neugersdorf - hier ein Bild von Mitte Dezember. © Romy Altmann-Kühr (Archiv)

Wie jeden Montagabend haben Kritiker der Corona-Maßnahmen an der Hauptstraße in Neugersdorf gestanden. Die Polizisten zählten dieses Mal aber nur 48 Personen, die auf dem Fußweg standen - weniger als vorige Woche. "Sie hielten sich an den Mindestabstand und trugen einen Mund-Nasen-Schutz", teilt Polizeisprecher Kai Siebenäuger mit. Die Beamten erblickten drei Reichs-, zwei Oberlausitz- und jeweils eine Russland-, Sachsen- und QAnon-Flagge. "Alle ohne strafrechtliche Relevanz", so der Polizeisprecher.

QAnon-Flaggen tauchen immer wieder bei Kritikern der Corona-Maßnahmen auf, auch schon an der B96 und bei Querdenker-Demos. Dahinter stecken Anhänger einer Bewegung, die Verschwörungstheorien verbreiten. Auch zu Corona - das reicht von der Leugnung bis zur gezielten Streuung. In Neugersdorf haben Polizisten die QAnon-Flagge erstmals im März protokolliert.

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Vorige Woche kamen noch Corona-Sterne hinzu, die ebenfalls schon bei anderen Demos zu sehen waren - verbunden mit der Inschrift "Ungeimpft" oder "Impfgegner". Das Problem: Sie ähneln den gelben Judensternen, die in Zeiten des Nationalsozialismus die Angehörigen jener Religion kennzeichneten und brandmarkten. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung Felix Klein sieht in der nun abgewandelten Variante eine Verharmlosung des Holocausts. Städte wie München und Wiesbaden haben das Tragen solcher Symbole bereits verboten und verhängen dafür Bußgelder.

Im Fall von Neugersdorf zieht das bisher keinen Ärger nach sich. Nur die unangemeldete Demo brachten die Polizisten zur Anzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, weil sie keinen Versammlungsleiter ausfindig machen konnten.

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