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Diebes-Auto wird erst festgefahren, dann brennt es

Der VW Passat hat seit Samstagabend im Straßengraben in Hartau gestanden. Am Dienstag musste die Feuerwehr anrücken. Was hat es mit dem Auto auf sich?

Am Dienstagmorgen hat der VW Passat gebrannt.
Am Dienstagmorgen hat der VW Passat gebrannt. © privat

Erst hat der blaue VW Passat seit Samstagabend nur im Graben gestanden, etwa 800 Meter entfernt vom Ortsausgang Hartau. Doch am Dienstagmorgen ist das Auto schließlich in Flammen aufgegangen - und abgebrannt. Steht das Fahrzeug etwa in Verbindung mit Einbrüchen und Diebstählen in der Gegend - sollten Beweise vernichtet werden?

Darauf deutet einiges hin. Am Samstag gegen 18.30 Uhr erhielt die Polizei die Information von einem Anwohner, dass sich der VW festgefahren hat, die Kofferraumklappe offensteht und sich mutmaßliches Diebesgut darin befindet.

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Eine Streife schaute sich das Fahrzeug schließlich näher an, an dem sich polnische Kennzeichen befanden. Zwar trafen die Beamten niemanden mehr an, aber fanden im Auto ein Schweißgerät, ein Beil sowie andere Werkzeuge und Bekleidung. "Mutmaßliches Diebesgut und Einbruchswerkzeug", wie Polizeisprecher Sebastian Ulbrich mitteilt. Die Streife nahm die gefundenen Sachen mit, montierte auch die Kennzeichen ab. Ein Kriminaltechniker kam zudem zum Einsatz, der Spuren sicherte. "Weil keine Verkehrsgefährdung bestand, blieb das Auto erst einmal stehen", so Sebastian Ulbrich.

Danach soll nach Auskunft eines Anwohners ein anderes Auto mit lediglich einem vorn angebrachten polnischen Kennzeichen vorbeigefahren sein. Das entfernte sich aber schnell wieder, als er zu Fuß dort entlang lief. Auch eine Polizeistreife traf nach einem Hinweis kurz darauf ein, da war das verdächtige Auto längst weg.

Am Dienstagmorgen schließlich rückte gegen 7.30 Uhr die Feuerwehr an, weil der VW brannte. Auch die Polizei war wieder vor Ort. "Wir haben das Auto abschleppen und für den Brandursachenermittler sicherstellen lassen", teilt der Sprecher mit. Die Ermittlungen dauern an.

Eine Erfolgsmeldung kann die Polizei in einem anderen Fall mitteilen. Nachdem in der Zeit von Freitag bis Montag an der Georgewitzer Straße in Löbau ein Fiat Ducato mit Werkzeug darin weggekommen war, ist dieser in Bogatynia (Reichenau) wieder aufgetaucht. Am Montagmorgen konnte das Fahrzeug per GPS geortet werden, berichtet Sebastian Ulbrich. Die polnischen Kollegen stoppten den Fiat schließlich samt Fahrer: Ein 44-jähriger Landsmann, den sie vorläufig festnahmen. Der neun Jahre alte Ducato mit einem Zeitwert von 5.000 Euro stellten die Polizisten sicher. Zudem versuchten der oder die Täter noch zwei weitere Fahrzeuge vom Hof an der Georgewitzer Straße zu stehlen. Dabei hinterließen sie einen Sachschaden von 1.000 Euro.

Von der Färbergasse in Ebersbach verschwand in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag ein roter Jeep Cherokee. Das drei Jahre alte Fahrzeug kostet noch 73.000 Euro. Dort sucht die Polizei nach Zeugen, die sich unter 03581468100 sowie [email protected] melden sollen.

Und "Am Dreiländereck" in Zittau waren Unbekannte irgendwann zwischen dem 10. und 20. September in drei Hauseingänge eines leer stehenden Wohnblocks eingedrungen. Daraus entwendeten sie Kabel, Kupferleitungen und Armaturen im Wert von 7.000 Euro. Der Sachschaden belief sich auf 300 Euro.

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