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Weltkriegsgranaten fliegen in die Luft

Zwei Wochen nach dem letzten Knall in der Dippoldiswalder Heide rückten schon wieder die Sprengmeister an.

Bloß noch Schrott: Sprengmeister Robert Ludewig präsentiert die Fragmente der gesprengten Weltkriegsgranaten in der Dippoldiswalder Heide.
Bloß noch Schrott: Sprengmeister Robert Ludewig präsentiert die Fragmente der gesprengten Weltkriegsgranaten in der Dippoldiswalder Heide. © Karl-Ludwig Oberthür

In der Dippoldiswalder Heide hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst Sachsen am Mittwochmorgen nahe Malter ein weiteres Mal Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt. Diesmal waren es 22 Panzergranaten, vier Handgranaten, zwei Gewehrgranaten und der Kopf einer Panzerfaust, die mit kleinen Sprengsätzen zur Explosion gebracht wurden.

Polizeihubschrauber überwacht den Sperrkreis

Sprengmeister Robert Ludewig zündete die Ladungen gegen 10.30 Uhr. Mit dem Ausgang der Aktion zeigte er sich sehr zufrieden. Alle Granaten seien auf Anhieb zerstört worden. "Es gab keine Versager." Gegen 11 Uhr konnte die Sperrung des umliegenden Waldes aufgehoben werden. Ein gutes Dutzend Polizeibeamte des Reviers Freital-Dippoldiswalde hatte die Sprengstelle, unterstützt durch einen Hubschrauber, abgeschirmt. Laut Einsatzleiter wurden 15 Waldbesucher am Betreten des Sperrkreises gehindert.

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Vergessene Müllkippe für Munition

Weltkriegsmunition wird seit nunmehr sieben Jahren in der Dippoldiswalder Heide geborgen. Erst vor 14 Tagen waren an gleicher Stelle über fünfzig Granaten gesprengt worden. Vorige Woche tauchte dann schon wieder nicht transportfähige Munition auf, als die Suchtrupps nahe dem Heidehof auf einen Hort vergrabener Munition stießen. Die Sprengkörper waren deutscher und sowjetischer Herkunft. Offenbar hatte man sie nach Kriegsende im Mai 1945 eingesammelt und im Wald entsorgt.

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