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Döbeln

Döbeln: Täter nach Raubüberfall gesucht

Im Januar ist eine 25-Jährige an der Hundewiese an der Schillerstraße überfallen worden. Der Täter trug einen gelben Fußballfanschal.

Das Polizeirevier Döbeln nimmt Hinweise zu einem Täter an, der am 17. Januar eine Frau an der Döbelner Hundewiese überfallen hat.
Das Polizeirevier Döbeln nimmt Hinweise zu einem Täter an, der am 17. Januar eine Frau an der Döbelner Hundewiese überfallen hat. © Symbolfoto: André Braun

Döbeln. Die Polizei fahndet seit Donnerstag öffentlich nach einem Mann, der am 17. Januar eine 25-Jährige in Döbeln überfallen haben soll. 

Die Frau war an jenem Freitagvormittag gegen 7.15 Uhr mit ihrem Hund von der Schiffbrücke an der Sörmitzer Straße in Richtung Schillerstraße unterwegs. An der Hundewiese an der Schillerstraße sei sie von einem Unbekannten, der mit einem Fahrrad unterwegs gewesen war, angesprochen worden. Der Mann hatte sie nach einer Zigarette gefragt. 

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Die junge Frau wollte der Bitte nachkommen und öffnete daraufhin ihre Gürteltasche. Jene wurde ihr schließlich von dem Unbekannten entrissen, schildert die Polizei. Mit der Tasche verschwanden auch Bargeld, Ausweise sowie Geldkarten. 

Nach Angaben des Opfers des Raubüberfalls war der Mann ungefähr 1,80 Meter groß, schlank und geschätzt zwischen 20 und 30 Jahre alt. "Er wirkte sehr verlebt und ungepflegt", äußerte sich Doreen Göhler, Polizeihauptkommissarin der Polizeidirektion Chemnitz. Die Kleidung des Mannes war dunkel, er trug eine dunkle Schirmmütze. Kennzeichen war zudem ein gelber Fußballfanschal mit der Aufschrift Dynamo Dresden. Aufgefallen sei auch der sächsische Dialekt des Mannes. Auf der Internetseite der Polizei findet sich auch ein Phantombild des Täter, das in Zusammenarbeit mit der Zeugin entstanden ist. 

Späte Fahndung nach Täter nicht unüblich

Fast zehn Monate nach der Tat fahndet die Polizei nun öffentlich nach dem mutmaßlichen Täter. Die Initiative dafür ging von der Staatsanwaltschaft Chemnitz aus, die das Amtsgericht Chemnitz mit einem entsprechenden Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung beauftragt hat. 

Laut Andrzej Rydzik, stellvertretender Sprecher der PD Chemnitz, sei es durchaus üblich, dass der Beschluss zu einer Öffentlichkeitsfahndung erst nach langer Zeit getroffen werde. "In manchen Fälle liegt jener erst nach einem Jahr vor", so Rydzik. 

Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz, informierte darüber, dass im zuständigen Dezernat dringende Haftsachen Vorrang gehabt hätte. Hinzugekommen sei ein Krankheitsfall beim Personal. Dadurch habe sich die Bearbeitung des Falls verzögert. 

Wer Hinweise zu dem beschriebenen Täter geben kann, der wird gebeten, sich im Polizeirevier Döbeln unter Tel. 03431 6590 zu melden. 

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