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Todesfahrer versteckt sich bei der Mutter

Dominik H. hat im Juni zwischen Zgorzelec und Bogatynia einen Unfall verursacht, bei dem ein Dreijähriger ums Leben kam. Nun schnappte ihn die deutsche Polizei.

Bei dem Unfall am 6. Juni auf der Straße auf der Strecke von Zgorzelec nach Bogatynia raste Dominik H. mit seinem Audi A6 in den VW Passat einer dreiköpfigen Familie. Er flüchtete zu Fuß.
Bei dem Unfall am 6. Juni auf der Straße auf der Strecke von Zgorzelec nach Bogatynia raste Dominik H. mit seinem Audi A6 in den VW Passat einer dreiköpfigen Familie. Er flüchtete zu Fuß. © KPP Zgorzelec

In Westdeutschland hat das Versteckspiel von Dominik H. am Freitag ein Ende genommen. Der 25-Jährige wird für den Unfall am 6. Juni auf der Provinzstraße 352 von Zgorzelec nach Bogatynia (Reichenau) verantwortlich gemacht, bei dem ein dreijähriger Junge ums Leben kam.

Wie Radio Wrocław erfuhr, war der Mann in Deutschland zu schnell gefahren. Daraufhin hielt ihn die Verkehrspolizei an. Bei der Durchsuchung stellte sich heraus, dass ihn die Staatsanwaltschaft in Zgorzelec mit einem europäischen Haftbefehl suchte - und bereits Anklage erhob. Er soll noch in dieser Woche der polnischen Polizei übergeben werden. Diese vermutete von Anfang an, dass er nach Deutschland floh, weil dort seine Mutter lebt.

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Dominik H. fuhr am Nachmittag des 6. Juni mit einem Audi A6 auf der Straße von Zgorzelec nach Bogatynia - und das viel zu schnell. In der Nähe des Dorfes bei Koźmin kollidierte der Wagen frontal mit einem VW Passat, in dem eine dreiköpfige Familie saß. Laut Zeugenaussagen versuchte einer der im Einsatz gewesenen Feuerwehrleute noch, den Unfallfahrer aufzuhalten. Dem 25-Jährigen gelang jedoch die Flucht zu Fuß. Und ihn verfolgte dann auch niemand mehr, da die Rettungskräfte um das Leben des Jungen kämpften - vergeblich. Während der Dreijährige noch am Unfallort verstarb, kamen sein Vater und die im siebenten Monat schwangere 29-jährige Mutter schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Und Dominik H. ließ nicht nur die Familie, sondern auch seinen unter Alkohol stehenden Freund mit einem gebrochenen Arm im Audi zurück. Später vernahm die polnische Polizei den Beifahrer als Zeugen und ließ ihn frei. In welchem ​​Zustand sich der nun Verhaftete zum Unfallzeitpunkt befand, kann nicht mehr festgestellt werden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Unfallflucht mit Todesfolge vor. Ihm drohen dafür bis zu zwölf Jahre Haft. Der 25-Jährige ist bereits vorbestraft, unter anderem wegen Raubüberfällen.

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