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Zittau

Elfjähriger büxt aus Kinderheim aus

Der Junge war von Berlin aus auf den Weg nach Neugersdorf - doch bis dahin kam er nicht. Und in Seifhennersdorf stoppte die Bundespolizei einen illegal Eingereisten.

Auf dem Bahnhof Bischofswerda endete die Reise für den Elfjährigen.
Auf dem Bahnhof Bischofswerda endete die Reise für den Elfjährigen. © SZ/Uwe Soeder (Archiv)

Ein Elfjähriger ist am Montag aus einem Kinderheim in Berlin ausgebüxt und wollte mit dem Zug zu einem Bekannten in Neugersdorf fahren. Ein Zugbegleiter informierte die Bundespolizei Ebersbach über den Ausreißer. Beamte nahmen den Jungen gegen 18.35 Uhr auf dem Bahnhof Bischofswerda in Gewahrsam. "Sie informierten das Kinderheim und organisierten, dass ein Mitarbeiter den Jungen wieder abholt", so die Bundespolizei. Gegen 21.30 Uhr konnte der Junge wohlbehalten seinen Heimweg antreten.

Hingegen stoppte die Bundespolizei in Seifhennersdorf bereits vorigen Freitagabend einen vietnamesischen Fahrer eines Ford Transit, der mit einem unerlaubt eingereisten Landsmann nahe der Grenze unterwegs war. Der 37-Jährige lebt und arbeitet in Tschechien, hat auch dort einen Aufenthaltstitel.

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Nur war er mit seinem Arbeitskollegen im deutschen Grenzgebiet unterwegs, der zwar einen Reisepass, aber kein Visum für Deutschland besitzt. Eigentlich wollten die zwei Männer gar nicht nach Deutschland und auch wieder nach Tschechien, aber das Navi habe die beiden zuvor über die Grenze gelotst, teilten sie den Bundespolizisten mit.

Die Tatsachen aber sprachen zunächst für einen Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz. Und so laufen nun Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Einreise und unerlaubtem Aufenthalt sowie der Beihilfe. Es folgten die Anzeigenaufnahme auf der Dienststelle und der Weg zurück nach Tschechien. (SZ)

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