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Weniger Falschgeld, aber höherer Schaden

Knapp 20.000 Fake-Scheine wurden im ersten Halbjahr aus dem Verkehr gezogen. Zwar sinkt die Zahl, aber die Fälscher setzen auf größere Scheine.

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Die Bundesbank präsentiert gefälschte 20-Euro- und 50-Euro-Geldscheine: Die Falschgeldzahlen in Deutschland sind im ersten Halbjahr 2022 auf den niedrigsten Stand seit rund neun Jahren gesunken.
Die Bundesbank präsentiert gefälschte 20-Euro- und 50-Euro-Geldscheine: Die Falschgeldzahlen in Deutschland sind im ersten Halbjahr 2022 auf den niedrigsten Stand seit rund neun Jahren gesunken. © dpa/Arne Dedert

Frankfurt/Main. Die Falschgeldzahlen in Deutschland sind im ersten Halbjahr 2022 auf den niedrigsten Stand seit fast neun Jahren gesunken. Polizei, Handel und Banken zogen 19.789 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr, wie die Deutsche Bundesbank am Freitag mitteilte. Das waren fast 3,9 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2021 und der niedrigste Wert seit dem zweiten Halbjahr 2013 mit damals 19.350 Blüten. "Seit 2016 geht der Trend bei Falschgeld zurück", bilanzierte Bundesbank-Vorstandsmitglied Johannes Beermann in Frankfurt.

"Das ist den hochwertigen Sicherheitsmerkmalen auf den Banknoten sowie den Informationskampagnen und Schulungen der Bundesbank zu verdanken, aber auch dem guten Zusammenwirken mit den Strafverfolgungsbehörden", erläuterte Beermann. So hoben Beamte im Juli 2021 eine große Fälscherwerkstatt in Köln aus. Die Zahl der sichergestellten 20-Euro-Blüten sei seitdem deutlich gesunken.

Der finanzielle Schaden stieg jedoch gegen den Trend der vergangenen Jahre im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2021 um rund 11 Prozent auf 991.690 Euro. Das lag nach Angaben der Bundesbank vor allem daran, dass vermehrt größere Stückelungen wie gefälschte Hunderter und Zweihunderter aus dem Verkehr gezogen wurden. Am beliebtesten bei Fälschern sind aber weiterhin die 20- und 50-Euro-Banknoten, auf die zusammen 77 Prozent der Blüten entfallen.

Kriminelle setzen seit geraumer Zeit vermehrt auf nachgemachte Geldscheine, die im Internet unter den Begriffen "Movie Money" oder "Prop copy" als Spielgeld oder Filmrequisite angeboten werden. Der Anteil von "Movie Money" an den in Deutschland sichergestellten Blüten verringerte sich im ersten Halbjahr 2022 leicht. Er ist aber mit gut 20 Prozent immer noch vergleichsweise hoch. "Diese Banknoten kann man schon durch bloßes Hinschauen als Fälschung erkennen", sagte Beermann. Auf der Vorderseite solcher Scheine steht "Movie Money", auf der Rückseite "Prop copy". (dpa)

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