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Polizei jagt Einbrecher - Ende mit Unfall

Beamte nehmen gerade die Anzeige an der Nordstraße in Seifhennersdorf auf, als die vier Täter abermals vorbeifuhren. Der Beginn einer Verfolgung.

Symbolbild
Symbolbild © Archiv/Daniel Förster

Polizisten haben am Sonntag nach kurzer Verfolgungsjagd vier Tschechen schnappen können, die zuvor in eine Garage an der Nordstraße in Seifhennersdorf einbrechen wollten. Eine Anwohnerin beobachtete die Täter bei ihrem Vorhaben und rief die Beamten.

Während die zwei Einsatzkräfte die Anzeige des versuchten Einbruchs aufnahmen, fuhr der schon am Morgen gesehene Opel mit vier Männern darin erneut am Tatort vorbei. Die Anwohnerin alarmierte die Beamten. Diese brachen die Anzeigenaufnahme ab, informierten die bereits fahndenden Streifen und nahmen mit ihrem Wagen die Verfolgung auf.

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"Mit einem Tempo jenseits der 100 jagten sie dem Opel hinterher", berichtet Polizeisprecher Sebastian Ulbrich. Kurz hinter dem Grenzübergang in Varnsdorf fuhr das Fluchtauto plötzlich langsamer. "Das machte auf die Beamten den Eindruck, als würde der Opel gleich anhalten", sagt er. Doch dem war nicht so. Als der Streifenwagen dran vorbeiwollte, gab der Fahrer Gas - und es kam zur Kollision. Dabei entstand geringer Sachschaden, Verletzte gab es keine.

Wie sich herausstellte, waren die Kennzeichen offenbar gestohlen. Die Beamten übergaben die vier Männer im Alter von 27 bis 30 Jahren an ihre Kollegen in Tschechien. Ein Drogentest bei dem Fahrer reagierte positiv auf Cannabis. Außerdem war er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Nach dem Aufenthalt eines Mitfahrers fahndete seit geraumer Zeit die Staatsanwaltschaft.

Tschechische Beamte nahmen die Tatverdächtigen für weitere Maßnahmen mit auf das örtliche Revier und gleichzeitig nahmen sie den Verkehrsunfall auf. Der Revierkriminaldienst des Revieres Zittau-Oberland übernahm die weiteren Ermittlungen. Im Zusammenhang mit dem versuchten Einbruch und dem Diebstahl der Kennzeichen entstand ein Sachschaden von etwa 200 Euro.

Dass solche Verfolgungsjagden durchaus schlimmer enden können, zeigt ein Fall vom November vorigen Jahres. Damals rasten tschechische Beamte einem VW bis nach Großschönau hinterher, weil etwas mit dem Kennzeichen nicht stimmte. Bei einem Ausweichmanöver kam der Streifenwagen von der Fahrbahn ab, beschädigte einen Zaun, eine Betonsäule, stieß gegen einen Baum, überschlug sich und kam auf dem Dach zum Liegen - die beiden Beamten blieben unverletzt. Der flüchtige VW tauchte einen Tag später verlassen am Breiteberg auf.

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