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Grünes-Gewölbe-Fahnder haben einen neuen Chef

Denis Kuhne ist erst seit einer reichlichen Woche im Amt als Chef der Dresdner Kriminalpolizei - und hat gleich zwei wichtige Sokos auf dem Schreibtisch.

Denis Kuhne ist der neue Chef der Dresdner Kriminalpolizei.
Denis Kuhne ist der neue Chef der Dresdner Kriminalpolizei. © Sven Ellger

Dresden. Er jagt Verbrecher wie die Kriminellen, die ins Grüne Gewölbe eingestiegen sind, um Juwelen zu stehlen. Er ermittelt gegen Randalierer, die am Rande eines Aufstiegsspiels von Dynamo Dresden Polizisten mit Steinen und Flaschen angegriffen haben. Er fahndet nach Anrufern, die mit Tricks versuchen, an das Geld von Senioren zu gelangen. Denis Kuhne ist neuer Chef der Dresdner Kriminalpolizei.

Der 45-Jährige ist seit dem 1. Oktober im Amt und hat an der Spitze der Kriminalpolizeiinspektion Volker Lange abgelöst, der in Pension gegangen ist. Damit ist der gebürtige Dresdner jetzt Chef von 475 Mitarbeitern, die für Dresden sowie die Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge verantwortlich sind - ein Gebiet mit mehr als einer Million Einwohnern.

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Kuhnes Dienstgrad: Leitender Kriminaldirektor. Wie alle Kripo-Mitarbeiter trägt er meistens keine Uniform. Zuletzt war er im Landeskriminalamt beim Staatsschutz, also dem Terror- und Extremismus-Abwehrzentrum der sächsischen Polizei. Das sind die Beamten, die eingeschaltet werden, wenn eine Straftat zum Beispiel politischen Hintergrund haben könnte. Davor war er im Innenministerium und hat dort unter anderem die Einrichtung eines Dienstleistungszentrums der Polizei gesteuert, das für die Beamten in mehreren Bundesländern die Telefonüberwachung übernimmt. Auch die Organisierte Kriminalität war dort eines seiner Themen, unter anderem Ermittlungen gegen kriminelle Rockergruppen und Rauschgiftdealer.

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Als Polizist angefangen hat Kuhne im Streifendienst des Polizeireviers Dresden-Süd an der Niedersedlitzer Straße. "Es ist gut zu wissen, was draußen läuft, was die Beamten machen und wie sie es machen, bevor ein Fall bei uns auf dem Tisch landet", sagt der Kripo-Chef über diese Anfangsjahre. Seine wichtigsten Schwerpunkte sieht er aktuell in der Arbeit der zwei aktiven Sonderkommissionen der Dresdner Polizei: der Soko Hauptallee, die zur Dynamo-Randale im Mai ermittelt, und der Soko Epaulette, die - nach seiner Ansicht noch lange - an der Aufklärung des Juwelendiebstahls aus dem Grünen Gewölbe zu arbeiten hat. Sein dritter Schwerpunkt sind Trickbetrüger, die immer wieder bei Senioren anrufen, um mit erfundenen Geschichten an deren Geld zu gelangen.

"Ermittler zu werden, war mein Kindheitstraum", sagt Kuhne über sich selbst. Diesen Traum hat er sich mit seiner neuen Aufgabe in der Polizeidirektion an der Schießgasse erfüllt.

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