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Zittau

Warum die Afghanen aus der Heimat geflüchtet sind

Die Bundespolizei Ebersbach hat auf dem Bahnhof Zittau acht Männer gefasst. Nun sind die Hintergründe klar. Doch es gibt schon neue Fälle.

Symbolbild
Symbolbild © dpa

Die in der Nacht zum Montag in Zittau aufgegriffenen afghanischen Flüchtlinge haben bei der Bundespolizei Ebersbach Asylanträge gestellt. Das teilt Sprecher Alfred Klaner mit. Die Männer im Alter zwischen 16 und 36 Jahren versuchten, um 4.10 Uhr mit einem Zug auf eigene Faust nach Dresden zu fahren. Bis auf den Jugendlichen hat die Bundespolizei sie nun auch dort hingeschickt, um sich bei der Erstaufnahmeeinrichtung zu melden. Den 16-Jährigen übernahm das Jugendamt.

"Den Ermittlungen zufolge haben die Männer ihr Heimatland verlassen, als die Taliban die Regierung übernahmen", berichtet Alfred Klaner. Die Afghanen mussten für die Reise bis zu 3.000 Euro pro Kopf ausgeben und sprachen unterwegs viele Menschen an, sie für Geld ein Stück mitzunehmen. Die deutsch-polnische Grenze überschritten die Männer zu Fuß.

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Aufgrund der Zunahme von Flüchtlingsaufgriffen insbesondere im Görlitzer Bereich hilft die Bundespolizei Ebersbach inzwischen der Dienststelle Ludwigsdorf. Dort haben die Beamten am Dienstag zwischen 17.45 und 18.15 Uhr nach mehreren Bürgerhinweisen in Kodersdorf zwölf Iraker und einen Mann aus der Türkei aufgegriffen. "Sie waren alle ohne Visum und Aufenthaltstitel aus Polen kommend nach Deutschland eingereist", berichtet der Sprecher.

Es handelt sich um irakische Frauen und Männer im Alter zwischen 16 und 31 Jahren mit zwei Kindern im Alter von einigen Monaten und drei Jahren. Der Mann aus der Türkei ist 38 Jahre alt. "Wie die Flüchtlinge nach Kodersdorf gekommen sind, ist Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen", so Alfred Klaner. Diese laufen wegen der unerlaubten Einreise und des Aufenthalts. Sie befinden sich noch bei der Bundespolizeiinspektion Ebersbach. (SZ)

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