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Zittau

Transport-Dienstleister hilft bei illegaler Einreise

Ein Türke hat diesen Monat zum zweiten Mal probiert, in den Landkreis Görlitz einzureisen. Dieses Mal endete die Fahrt bei Zittau.

Symbolbild
Symbolbild © Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Die Gemeinsame Einsatzgruppe Oberlausitz hat am Samstagnachmittag auf der B178 bei Zittau eine illegale Einreise verhindert. Dort stoppten sie einen Transporter. Der 41-jährige Fahrer aus der Ukraine war mit fünf Landsleuten, einem Moldawier und einem Türken aus Polen kommend eingereist. Das Ziel des Transportdienstleisters: Westdeutschland und Belgien.

Doch der Türke konnte als einziger keinen gültigen Aufenthaltsstatus vorweisen, wie die Bundespolizei mittelt. Stattdessen bestand eine Einreisesperre. Gegen diese verstieß der 45-Jährige bereits vergangenen Donnerstag, als er bei Görlitz aus Polen unerlaubt eingereist war und Polizisten ihn am Folgetag zurückschoben. Die anderen Personen durften ihre Fahrt fortsetzen. "Die Ermittlungen ergaben, dass der Türke sich im Sommer in Belgien zwei Monate lang unerlaubt aufhielt und nun dort einer illegalen Erwerbstätigkeit als Elektriker nachgehen wollte", so die Bundespolizei.

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Diese ermittelt nun gegen ihn wegen der unerlaubten Einreise und Aufenthaltes im Wiederholungsfall. Gegen den Fahrer läuft ein Verfahren wegen Beihilfe. "Sollte sich bestätigen, dass der ukrainische Fahrer eine Bezahlung für die Fahrt bekommen hat, wird er sich wegen des Einschleusens von Ausländern verantworten müssen", erklärt die Bundespolizei. Der Türke musste abermals nach Polen zurück.

Ebenfalls am Samstagnachmittag kontrollierten Beamte in der Zittauer Chopinstraße einen Fußgänger, der gerade aus Polen gelaufen kam. Der 48-jährige Ukrainer konnte ihnen aber nur ein Handyfoto seines zu Hause vergessenen Reisepasses zeigen. Da dies aber als Dokument nicht ausreicht, musste der Mann mit zur Dienststelle. Die Beamten erstatteten Strafanzeige wegen der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthaltes. Sie forderten den Mann auf, das Land zu verlassen. (SZ)=

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