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Über die Neiße kommen weniger Flüchtlinge

Die Bundespolizei hat im Dezember entlang der deutsch-polnischen Grenze und anderswo kaum noch Migranten aufgegriffen. Anders als die Monate zuvor.

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Symbolbild
Symbolbild © Patrick Pleul/dpa

In der ersten Dezemberwoche hat die Bundespolizeidirektion Pirna in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt 21 illegal eingereiste Menschen gefasst. Sie alle nahmen die Route über Belarus. Die sächsisch-polnische Grenze stellt als Ort der Aufgriffe weiter den Schwerpunkt dar, wie die Bundespolizei berichtet.

Dennoch sind die Zahlen im Vergleich zum November mit 1.099 Personen weiter rückläufig. Im Oktober lag diese noch bei 1.794. Hauptherkunftsland der Migranten bleibt weiter der Irak. "Mehr als zwei Drittel der aufgegriffenen Personen stammen von dort", so die Bundespolizei. Mit deutlichem Abstand folgt Syrien und der Iran. In geringer Anzahl werden Menschen aus dem Jemen, der Türkei sowie Afghanistan festgestellt.

Die Gründe für den signifikanten Rückgang hängen einerseits mit der inzwischen stark bewachten polnisch-weißrussischen Grenze zusammen. Zudem gibt es Bestrebungen, Migranten in ihre Heimatländer zurückzuführen. Hinzu kommen die schlechter gewordenen Wetterbedingungen in dem Gebiet. (SZ)