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Migranten bitten Autofahrer in Görlitz, sie mitzunehmen

Die Bundespolizei hat am Donnerstag in der Stadt einige Iraker und Syrer aufgegriffen - und das innerhalb weniger Stunden.

Symbolbild
Symbolbild © Friso Gentsch/dpa

An einem Vormittag haben Beamte der Bundespolizei gleich mehrere Iraker und Syrer in Görlitz mit auf die Dienststelle nehmen müssen.

Kurz vor 6 Uhr bemerkten sie vor dem Bahnhof zwei nach Angaben von Sprecher Michael Engler offensichtlich ziel- und orientierungslos wirkende Männer. Die beiden wiesen sich später mit irakischen Reisepässen aus. Auf Nachfrage teilten sie mit, dass zwei Freunde die Männer - ebenfalls Iraker - bis kurz vor der Kontrolle begleiteten. Die wiederum konnten Beamte darauf auf dem Brautwiesenplatz aufgreifen.

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Während die vier Iraker zur Dienststelle mit mussten, starteten bereits die nächsten Streifen. Sie gingen dem Hinweis eines Autofahrers nach. Laut seiner Aussage haben ihn Ausländer auf dem Demianiplatz angesprochen und gefragt, ob er sie nach Berlin bringen könne. Die vor Ort eingetroffenen Beamten stellten gegen 7.30 Uhr fest, dass die vier "Fahrgäste" Syrer sind. Auch diese befinden sich nun in der Dienststelle.

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Zwei Stunden später erhielt die Bundespolizei die Information, dass auf einer Parkbank in der Nähe der Dr.-Kahlbaum-Allee Ausländer sitzen. Dort trafen Beamte eine Familie an - Mutter, Vater und drei Kinder. Die Erwachsenen führten saudi-arabische Dokumente mit. "Eine Überprüfung lässt darauf schließen, dass es sich um gefälschte Papiere handelt", so Michael Engler. Später konnten die originalen ID-Karten gefunden werden. Demnach kommt die Familie ebenfalls aus Syrien. (SZ)

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