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A4: Was hat die Großkontrolle gebracht?

Polizei und Zoll sind am Mittwoch zwischen Dresden und Görlitz gegen die Grenzkriminalität im Einsatz gewesen. Dabei gab es einige Besonderheiten.

Hund Max von der Polizeidirektion Leipzig ist speziell zur Suche nach Betäubungsmitteln ausgebildet.
Hund Max von der Polizeidirektion Leipzig ist speziell zur Suche nach Betäubungsmitteln ausgebildet. © Polizei

Im Kampf gegen die grenzüberschreitende Kriminalität sind am Mittwoch zivile und uniformierte Beamte von Polizei, Bundespolizei und Zoll auf der A4 zwischen Dresden und Görlitz im Einsatz gewesen.

Das Ergebnis: Sie kontrollierten knapp 60 Fahrzeuge und über 200 Personen. "Ein Hauptaugenmerk lag dabei auch auf den Buslinien-Verkehr", teilt Polizeisprecher Kai Siebenäuger mit. Die Landespolizisten ahndeten Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, das Abfallverbringungsgesetz und eine Überladung um fast 100 Prozent. Die Bundespolizei zeigte Vergehen gegen das Freizügigkeits- und Aufenthaltsgesetz an. Zudem konnten viele offene Fahndungen erledigt werden.

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Der Zoll nahm in einem Fall Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung auf. In drei Paketen fanden sich 30.000 Zigaretten. In einem weiteren Fall führte der Fahrer eines Ford 40 Liter zu viel Diesel mit sich. Die Zöllner stellten außerdem bei zwei Personen Schuldeinträge im elektronischen Vollstreckungssystem fest und zogen die entsprechenden Beträge ein.

Für die Großkontrolle waren knapp 70 Einsatzkräfte nötig. Erstmalig kam in der Polizeidirektion Görlitz auch ein Suchhund für Betäubungsmittel an Personen zum Einsatz. Dazu nutzten die Behörden auch die Liegenschaften der Autobahnmeisterei Weißenberg. Das Ziel: Eine bessere Zusammenarbeit.

Die Behörden nutzten auch besondere Technik: Das Hauptzollamt Dresden half mit einem mobilen Röntgengerät aus, die Bundespolizei setzte eine spezielle Sonde für Hohlräume in Fahrzeugen ein. Zudem prüften die Beamten die Echtheit von Dokumenten. Kräfte der Polizeidirektion Görlitz nutzten ein Diagnosegerät zum Auslesen der Reifendrucksensor-ID. "Mit diesem Mittel lässt sich über den Kfz-Hersteller die Fahrzeugidentifizierungsnummer des Autos ermitteln", erklärt Kai Siebenäuger. Kriminaltechniker der Polizeidirektion Görlitz unterstützten mit einem Drogenanalyse-Gerät. "Bei diesem lässt sich innerhalb kürzester Zeit die Art des Rauschgifts bestimmen."

Höhepunkt war aber laut dem Polizeisprecher der Einsatz von Suchhund Max. "Er ist deutlich belastbarer als ein Rauschgiftspürhund und kann sowohl an Objekten als auch an Personen suchen", berichtet Kai Siebenäuger. Bei der Überprüfung eines Reisebusses blieben zunächst alle Mitreisenden im Bus. "Dann kam Max' großer Auftritt. Zielstrebig und ausdauernd prüfte er mit seiner sensiblen Nase alle Insassen, Reihe für Reihe."

Blick in die Autobahnmeisterei Weißenberg: Hier werden dem Görlitzer Polizeipräsident Manfred Weißbach (rechts) und anderen Führungskräften das Einsatzkonzept und die Einsatzmittel erklärt.
Blick in die Autobahnmeisterei Weißenberg: Hier werden dem Görlitzer Polizeipräsident Manfred Weißbach (rechts) und anderen Führungskräften das Einsatzkonzept und die Einsatzmittel erklärt. © Polizei

Der gemeinsame Einsatz hat laut Kai Siebenäuger gezeigt, dass sich die Liegenschaft der Autobahnmeisterei Weißenberg hervorragend eignet - selbst bei schlechter Witterung. Zudem festige er die Zusammenarbeit, Wissen und Kompetenzen würden ausgetauscht. "Nicht zuletzt zeigte der Suchhund seine Vorzüge und großen Wert als Einsatzmittel für die Sicherheitsbehörden." (SZ)

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