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Polizei: Wie der Männertag verlaufen ist

Beamte haben im Landkreis Görlitz nur vereinzelt eingreifen müssen - und wenn dann immer in Verbindung mit Männern und Alkohol.

Symbolbild
Symbolbild © dpa

Christi Himmelfahrt ist im Landkreis Görlitz weitestgehend ohne negative Vorkommnisse abgelaufen. Diese Bilanz zieht Sebastian Ulbrich von der Polizeidirektion Görlitz. Ein Großteil sei friedlich in kleinen Gruppen unterwegs gewesen und hätte sich an die Bestimmungen gehalten.

Doch zu vorgerückter Stunde des auch als Männer- und Vatertag bekannten 13. Mai stellten die Beamten zumindest vereinzelt Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Trunkenheitsfahrten und Ruhestörungen fest - stets verbunden mit dem übermäßigem Genuss von Alkohol.

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Beispielsweise waren zwei Männer am Abend in Görlitz mit dem Fahrrad gestürzt. So kam am Hirschwinkel ein 36-Jähriger zu Fall, nachdem er laut Sebastian Ulbrich offenbar von der Fahrbahn auf den Fußweg wechseln wollte. "Dabei verletzte er sich und kam zur Behandlung in ein Krankenhaus", so der Sprecher. Wie ein Test zeigte, war der Deutsche mit 1,66 Promille unterwegs gewesen. Später am Abend stürzte ein 75-Jähriger , als er mit fast zwei Promille auf der Clara-Zetkin-Straße in Görlitz entlang radelte. Auch der Mann kam ins Krankenhaus. Beamte des Reviers Görlitz ordneten in beiden Fällen eine Blutentnahme an und erstatteten Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr.

Am Berzdorfer See haben möglicherweise drei junge Männer am Abend ein Toilettenhäusel zerlegen wollen, wie Sebastian Ulbrich berichtet. Zumindest beobachtete jemand das Treiben an der Seestraße und informierte die Polizei. Die Beamten konnten vor Ort drei Männer im Alter von 21, 22 und 24 Jahren antreffen. Der Jüngste hatte 1,22, der Mittlere 1,58 und der Älteste 1,44 Promille intus. Die Polizisten erstatteten Anzeige wegen Sachbeschädigung.

An der Sattigstraße in Görlitz haben Beamte einen 31-Jährigen angetroffen. Der äußerte sich nach Aussage von Sebastian Ulbrich auffällig laut und aggressiv über die Polizisten am Telefon. Daraufhin forderten diese ihn wiederholt auf, stehen zu bleiben. Doch der Mann ging nicht darauf ein. "Stattdessen bekamen sie als Antwort einen flapsigen Kommentar." So hielten die Polizisten den Deutschen schließlich fest. Dagegen wehrte er sich, weswegen sie ihn fixieren und in Gewahrsam nehmen mussten. Ein Alkoholtest zeigte bei ihm umgerechnet 1,52 Promille an. "Am späteren Abend durfte der Mann wieder gehen", teilt Sebastian Ulbrich mit. Allerdings erhielt eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Es war eine von drei in den Landkreisen Bautzen und Görlitz, wobei die Einsatzkräfte unverletzt blieben. Rund 30 Anzeigen erstatteten sie auch wegen Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen gemäß der Corona-Schutz-Verordnung.

Inwieweit eine Beschädigung auf dem Spielplatz an der Weberkirche in Zittau im Zusammenhang mit dem Männertag steht, ist noch unklar. Dort hat jemand in der Nacht zum Freitag offensichtlich mit einer Axt in einen Holzpfosten einer Hängebrücke gehackt. Die Schadenshöhe ist unbekannt. Feuerwehr und Polizei waren vor Ort. Die Ermittlungen laufen.

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