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Migranten eingeschleust

Ein halbes Dutzend Syrer wird in Geising aufgegriffen, später mehrere Türken auf der A17.

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© Symbolfoto: Marko Förster

Gleich zwei Fälle von Einschleusungen hat die Bundespolizei am Dienstag aufgedeckt. Zunächst stellte ein mobiles Streifenteam der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel in der Nacht sechs Personen ausländischer Herkunft fest. Diese liefen durch Geising. Bei den Personen handelte es sich um syrische Staatsangehörige im Alter von 16 bis 35 Jahren, heißt es von der Bundespolizei. Sie waren ohne Ausweispapiere illegal eingereist. Die Migranten sind vermutlich mit einem Kleintransporter geschleust worden. Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen stellten die syrischen Staatsangehörigen ein Schutzersuchen. Im Anschluss erfolgte die Weiterleitung von vier Personen nach Dresden zur Erstaufnahmeeinrichtung. Einen Jugendlichen übernahm das Jugendamt in Dresden. Eine Person musste stationär in ein Klinikum aufgenommen werden. Die weiteren Ermittlungen der Bundespolizei richten sich insbesondere gegen die Organisatoren der Einschleusung.

Zwölf Stunden später wurden zwei Fahrzeugschleuser auf der A17 vorläufig festgenommen. Einsatzkräfte vom Bundespolizeirevier Breitenau kontrollierten einen VW mit französischer Zulassung, der nach der Einreise aus der Tschechischen Republik am Rastplatz Am Heidenholz stoppte. Neben dem türkischen Fahrer (51 Jahre) und seinem türkischen Beifahrer befanden sich noch weitere drei Insassen (29 bis 16 Jahre) im Fahrzeug. Im Rahmen der Identitätsfeststellungen konnten drei Reisedokumente bei den Insassen aufgefunden werden, jedoch ohne notwendige Aufenthaltstitel für Deutschland. Die türkischen Staatsangehörigen äußerten ein Asylgesuch und wurden zur Erstaufnahmeeinrichtung nach Dresden überstellt. (SZ)