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A4: Schwerer LKW-Unfall bei Siebenlehn

Ein Laster-Fahrer war am Mittwochabend in Richtung Chemnitz unterwegs und kam von der Fahrbahn ab. Dabei kollidierte er mit einem LKW auf dem Pannenstreifen.

Fast vier Stunden war die A4 in Richtung Chemnitz am Mittwochabend zwischen den Anschlussstellen Siebenlehn und Berbersdorf aufgrund eines Unfalls gesperrt.
Fast vier Stunden war die A4 in Richtung Chemnitz am Mittwochabend zwischen den Anschlussstellen Siebenlehn und Berbersdorf aufgrund eines Unfalls gesperrt. © Erik-Holm Langhof

Siebenlehn. Aufgrund eines schweren Unfalls war am Mittwochabend die Autobahn 4 zwischen den Anschlussstellen Siebenlehn und Berbersdorf für mehrere Stunden voll gesperrt. Verunglückt war dort ein 31-Jähriger mit seinem MAN-Sattelzug.

Gegen 20.15 Uhr hatte der Fahrer nach Angaben von Andrzej Rydzik, stellvertretender Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz, zwischen den beiden Anschlussstellen aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war nach rechts von der Fahrspur abgekommen.

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Der Sattelzug mit mehreren geladenen Kühlschrank-Gefrier-Kombis geriet auf den Standstreifen. Dort stand bereits ein weiterer Sattelzug der Marke DAF mit Metallteilen, der eine Panne hatte. Der MAN-Laster kollidierte mit dem Fahrzeug auf dem Seitenstreifen. Anschließend rutschte er in den Graben und blieb dort stehen.

A4 Richtung Chemnitz bis Mitternacht gesperrt

Involviert gewesen sei in den Unfall zudem ein dritter Laster, der mit Fahrzeugteilen auf der Autobahn in Berührung kam und sich den Kraftstoff-Tank aufriss. "Der Sachschaden an dem Fahrzeug war jedoch gering", sagte der stellvertretende Polizeisprecher.

Wie Rydzik informierte, ist der 31-jährige Fahrer des MAN-Sattelzuges bei dem Unfall schwer verletzt worden und kam mit einem Rettungsdienst in ein Krankenhaus. Die Höhe des entstandenen Sachschadens belaufe sich auf mehr als 90.000 Euro.

Der ukrainische Sattelzug auf dem Standstreifen hatte eine Panne.
Der ukrainische Sattelzug auf dem Standstreifen hatte eine Panne. © Erik-Holm Langhof
In diesen krachte der MAN-Sattelzug und kam im Seitengraben zum Stehen.
In diesen krachte der MAN-Sattelzug und kam im Seitengraben zum Stehen. © Erik-Holm Langhof
Die Feuerwehr Nossen musste zweimal am Abend auf die A4 ausrücken.
Die Feuerwehr Nossen musste zweimal am Abend auf die A4 ausrücken. © Erik-Holm Langhof
Die Feuerwehrleute mussten ausgelaufene Betriebsmittel aufnehmen.
Die Feuerwehrleute mussten ausgelaufene Betriebsmittel aufnehmen. © Erik-Holm Langhof

Die Feuerwehr Nossen mussten am Abend zweimal an die Unfallstelle ausrücken. Wie ein Reporter von Sächsische.de berichtet, musste sie zunächst den Tank des nur leicht beschädigten Lkw stopfen, um ein Auslaufen zu verhindern. Bei dem MAN-Lkw mussten die Feuerwehrleute bei ihrem zweiten Ausrücken dann den 600 Liter-Dieseltank vollständig auspumpen, da der Kraftstoff bereits auslief.

Nach Angaben der Polizei musste die Autobahn zur Unfallaufnahme sowie anschließenden Bergung der Fahrzeuge von 20.15 bis Mitternacht in Fahrtrichtung Chemnitz voll gesperrt werden. Der Stau reichte bis zur Anschlussstelle Siebenlehn. Dort wurden weitere Fahrzeuge von der Autobahn abgeleitet.

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