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Ampel aus - und schon kracht's wieder

Auf Zittaus Problemkreuzung Hochwald-/Schrammstraße hat ein Fahrer dem anderen die Vorfahrt genommen. Wieder mal. Aber was ist mit der Anlage?

Bei dem Unfall am Montag sind ein Honda und ein VW zusammengestoßen.
Bei dem Unfall am Montag sind ein Honda und ein VW zusammengestoßen. © xcitepress

Nach wenigen Wochen der Ruhe hat's wieder mal geklappt. Am Montagmittag sind auf der Kreuzung Hochwald-/Schrammstraße in Zittau zwei Autos zusammengestoßen. Die Ampel ist zu der Zeit aus gewesen.

Wie kam's zum Unfall? Der 86-jährige Fahrer eines Honda Civic war gegen 11.15 Uhr auf der Hochwaldstraße in Richtung Rewe-Center unterwegs. Zu der Zeit fuhr ein 61-Jähriger mit seinem VW Tiguan auf der Schrammstraße in Richtung Olbersdorf. "Der Honda-Fahrer missachtete vermutlich die Vorfahrt", berichtet Polizeisprecherin Franziska Schulenburg. Honda und VW kollidierten auf der Kreuzung. Die 82-jährige Beifahrerin des Verursachers erlitt leichte Verletzungen. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden beträgt etwa 6.500 Euro.

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Zugführer sichert Bahnübergang

Nicht nur zum Unfallzeitpunkt, sondern bereits seit Montag voriger Woche funktionieren die Ampeln nicht mehr. Die wiederum sind mit dem Bahnübergang gekoppelt. Dort aber ist ein Bauteil kaputt gegangen, weshalb die Schranken nicht mehr hoch- und runtergehen. "Das wird schnellstmöglich repariert", sagt Nicole Altenkirch, Betriebsleiterin bei der Zittauer Schmalspurbahn. Seit dem Ausfall sichert ein Zugführer den Bahnübergang und damit Verkehr an der Stelle - das heißt viermal täglich. So oft kommt die Bahn in der Nebensaison dort vorbei. Im Laufe der Woche soll die Anlage wieder funktionieren.

Doch die Ampeln haben auch in der Vergangenheit immer wieder mal nicht funktioniert. Grund war ein Kommunikationsproblem zwischen der Anlage und den Bahnschranken. Das sei inzwischen gelöst, sagt Matthias Hänsch. Der Geschäftsführer der Stadtwerke spricht dabei selber von "unserer Sorgenampel". Gekoppelte Anlagen wie diese seien komplizierter und anfälliger. "Sie funktionieren nur, wenn alle Teilsysteme laufen." Zuletzt trat im September ein technisches Problem auf, weshalb die Ampeln aus waren. Aber auch der Fehler konnte behoben werden. Zwar ist die Stadt der Eigentümer der Ampel, sind die Stadtwerke für den Betrieb verantwortlich, aber bei einem Defekt kann nur die Firma Siemens als Lieferant helfen.

Ein Unfallschwerpunkt

Dann gerät die Kreuzung immer wieder in die Schlagzeilen, weil die Vorfahrt nicht beachtet wird - Unfälle sind die Folge. Besonders im Herbst 2019 war das der Fall. Damals kollidierten zwei Peugeot miteinander, wobei einer den Steuerungskasten der Ampelanlage zerstörte. Dadurch fiel diese komplett aus, die Reparatur zog sich wochenlang hin. Die Stelle entwickelte sich daraufhin zu einem Unfallschwerpunkt. Die Stadt reagierte vorübergehend mit einer veränderten Verkehrsführung: So war das Linksabbiegen von der Hochwaldstraße aus beiden Richtungen verboten. Zudem galt auf der Schrammstraße im Kreuzungsbereich Tempo 30. Nur: Unfälle passierten weiter.

Als die Ampeln wieder gingen, wollte die Stadt für mehr Sicherheit sorgen. So sind die Ampeln nun länger eingeschaltet, angepasst an die Öffnungszeiten der naheliegenden Einkaufsmärkte. Aber: Ein gelbes Blinken - als Zeichen, dass sie ausgeschaltet sind - lässt sich wegen der Verknüpfung mit den Signalanlagen der Schmalspurbahn nicht einstellen. Trotzdem kracht's weiter. Allein im September war das mindestens zweimal der Fall - selbst wenn die Ampel funktioniert.

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