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Zittau

Schwarzarbeiter-Schleusung geht schief

Eine Frau hat als Reinigungskraft in Norddeutschland arbeiten sollen, ein Mann als Elektriker. Doch auf der B178n bei Zittau endete ihre Tour.

Symbolbild
Symbolbild © SZ

Die Polizei hat auf der B178n bei Zittau am Montag gleich zwei Schwarzarbeiter erwischt.

So kontrollierten Beamte der Gemeinsamen Einsatzgruppe Oberlausitz um 17 Uhr einen aus Polen kommenden Transporter. Der 41-jährige Fahrer und die 42-jährige Beifahrerin legitimierten sich mit ihren ukrainischen Reisepässen. Sie seien auf einer touristischen Reise nach Belgien, teilten sie mit.

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Die Bundespolizei ermittelte jedoch, dass die Frau in Norddeutschland einer Schwarzarbeit nachgehen wollte und der Fahrer den Auftrag hatte, sie von Tschechien dorthin zu bringen. Hierfür sollte er einen Lohn von mindestens 100 Euro erhalten. "Die Ukrainerin hätte 900 Euro monatlich verdient, wovon 300 Euro für die Unterkunft und Vermittlung an die Hintermänner zu zahlen gewesen wären", teilt die Bundespolizei mit. Ein Visum oder eine Arbeitserlaubnis lagen nicht vor.

Die Bundespolizisten nahmen Mann und Frau in Gewahrsam, leiteten gegen sie ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Einreise, gegen ihn eines wegen Einschleusens von Ausländern ein. Sie mussten nach Polen zurück. Die Beamten ermitteln nun auch gegen die Hintermänner dieser organisierten Einschleusung.

Falschen Ausweis vorgelegt

Zwei Stunden später stoppten Polizisten auf der B178n bei Oberseifersdorf einen Transporter. Der 47-jährige Fahrer war mit einem 51-Jährigen ebenfalls von Polen kommend auf dem Weg nach Norddeutschland. Dort sollte der Ältere einen illegalen Job als Elektriker annehmen. "Bei der Kontrolle wies er sich mit einem falschen Ausweis als Tscheche aus", teilt die Bundespolizei mit. Diese Identitätskarte hatte er sich für die Schwarzarbeit besorgt - und zahlte dafür über 1.000 Euro. Sie ist er nun wieder los.

Stattdessen läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung, unerlaubter Einreise sowie unerlaubtem Aufenthalt. Gegen den Fahrer wird wegen Beihilfe dazu ermittelt. Der Beifahrer musste ebenfalls nach Polen zurück. (SZ)

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