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Schockanrufe: Bis zu 50.000 Euro gefordert

Weil Angehörige angeblich tödliche Unfälle verursacht haben, sollten Angerufene aus Görlitz und Niesky zahlen . Zweimal hätten die Betrüge beinahe geklappt.

Symbolbild
Symbolbild © Sebastian Gollnow/dpa

Mindestens acht Mal hat am Montag ein sich als Polizist meldender Mann versucht, an das Geld von Angerufenen aus dem Revierbereich Görlitz zu kommen. In den meisten Fällen gab er vor, dass ein Angehöriger einen tödlichen Unfall verursachte. Der vermeintliche Enkel, die Schwester oder Tochter wären Schuld am Tod eines 28-jährigen Radfahrers, der zwei kleine Kinder hätte. Er sei auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben.

"Er gaukelte vor, dass die Unfallverursacher bei der Polizei in Polen säßen", berichtet Anja Leuschner von der Polizeidirektion Görlitz. Der Mann forderte die Angerufenen auf, entweder eine Kaution oder ein Schmerzensgeld bis zu 50.000 Euro zu bezahlen.

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"In den meisten Fällen handelten die Angerufenen richtig und ließen sich auf keine Geldübergabe ein", so die Polizeisprecherin. Zweimal wären die Betrüge beinahe geglückt: Ein Taxifahrer aus Niesky verhinderte, dass eine 86-Jährige 2.000 Euro übergab. Er nahm Kontakt zu den Verwandten der Dame auf und informierte die Polizei.

Eine 86-Jährige aus Görlitz wollte gerade 30.000 Euro von einem Bankinstitut abheben, um ihre Enkeltochter aus Polen "freizukaufen". Eine Bankangestellte bemerkte den Betrugsversuch und rief Angehörige der Frau sowie die Polizei hinzu.

Aufgrund der sich häufenden Anzeigen warnt diese vor Telefonbetrügern. Niemand soll sich auf Geldübergaben einlassen. "Die Polizei fordert keine Kautionszahlungen", teilt Anja Leuschner mit. (SZ)

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