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Zittau

Ehepaar reingelegt - 70.000 Euro sind weg

Zittauer sind auf einen angeblichen Anwalt reingefallen, laut dem Tochter und Schwiegersohn nach einem Unfall Gefängnis droht. Die Polizei sucht Zeugen.

Symbolbild
Symbolbild © Jürgen Lösel

Nachdem Telefonbetrüger ein Rentner-Ehepaar aus Zittau am Donnerstag um 70.000 Euro gebracht haben, sucht die Polizei nach Zeugen der Geldübergabe. Demnach brachte die 79-jährige Frau einem Unbekannten den Betrag gegen 15.30 Uhr an der Oststraße, direkt vor Baustoff Renger. Das Geld sollte als vermeintliche Kaution dienen. "Diese war nötig, um die Tochter und den Schwiegersohn vor dem Gefängnis zu bewahren", teilt die Polizei mit. Nach der Geldübergabe lief der Tatverdächtige in Richtung Löbauer Platz.

Vorausgegangen war der Anruf eines Herrn Meier bei den Eheleuten. Er gab sich als Anwalt des Schwiegersohnes aus. Dieser soll sich mit der Tochter gestritten und dabei an einem Fußgängerüberweg eine Mutter mit ihrem neunjährigen Kind angefahren haben. Der Junge werde den Zusammenstoß wohl nicht überleben, hieß es weiter. In Absprache mit dem zuständigen Staatsanwalt habe sich Herr Meier auf eine Kaution geeinigt.

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Er fragte dann, wie viel Geld die Seniorin denn hätte. Sie nannte den Betrag von 70.000 Euro. Herr Maier wollte sich daraufhin noch einmal abstimmen, ob das ausreichen würde, bestätigte anschließend, dass die Summe in Ordnung sei und fragte, ob die Frau noch Goldbarren hätte.

Schließlich schickte der Anrufer seinen Kollegen Kowalski zu den Opfern. Der Mann nahm das Geld entgegen und verschwand. "Während der gesamten Zeit ließen die Täter die zwei Rentner nicht vom Telefon", so die Polizei.

Herr Kowalski ist nach ihren Angaben 40 bis 50 Jahre alt, circa 1,70 Meter groß, von kräftiger Statur, hat eine Stirnglatze und ein rundes Gesicht und spricht gebrochenes Deutsch. Wer Angaben zu dem unbekannten Täter oder seinem Fahrzeug machen kann, soll sich an das Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Görlitz unter 03581 468100 wenden. (SZ)

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