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Deutschland & Welt

Großrazzia gegen Neonazi-Netzwerk

In Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen wurden mehrere Räume durchsucht. Auch Hunde und Drohnen waren im Einsatz.

In Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt wurden Wohn- und Geschäftsräume durchsucht.
In Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt wurden Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. © Christoph Soeder/dpa (Symbolbild)

Erfurt. Bei einer großangelegten Razzia gegen ein Neonazi-Netzwerk in mehreren Bundesländern hat die Polizei bislang Bargeld und Drogen gefunden. Auch ein Auto wurde bei den Durchsuchungen am Freitag sichergestellt, wie das Thüringer Landeskriminalamt (LKA) mitteilte.

Die Durchsuchungen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen liefen am Freitagmorgen noch. Schwerpunkt der Durchsuchungen wegen des Verdachts des großangelegten Drogenhandels und der Geldwäsche sei der Raum Gotha, hieß es.

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Nach LKA-Angaben wurden acht Verdächtige mit deutscher Staatsangehörigkeit im Alter zwischen 24 und 55 Jahren verhaftet. Außerdem wurde ein weiterer Haftbefehl durchgesetzt und noch eine weitere Person wegen eines Drogenfunds festgenommen.

Zwei Neonazi-Bruderschaften

Laut LKA kamen dabei auch Polizeihunde und eine Drohne zum Einsatz. Allein in Thüringen wurden 27 Wohn- und Geschäftsräumen durchsucht, hieß es vom LKA. Mehr als 500 Einsatzkräfte der Polizei, darunter auch Spezialeinsatzkräfte, seien beteiligt.

Nach einem Bericht des MDR sollen die Verdächtigen Mitglieder von zwei Neonazi-Bruderschaften sein. Sie sollen seit Jahren kriminell sein und weite Teile des Drogenhandels in Thüringen organisieren. Dazu sollen dem Bericht nach mutmaßlich auch Waffengeschäfte kommen.

Auslöser für die Ermittlungen gegen das Neonazi-Netzwerk soll eine Abhöroperation des Thüringer Verfassungsschutzes gewesen sein. Die beiden Neonazi-Bruderschaften sollen ähnlich wie kriminelle Rockerbanden organisiert sein, eine strenge Hierarchie und bestimmte Symbole haben. Sie sollen aus verschiedenen Vorläufer-Gruppen hervorgegangen sein und sich 2015 gegründet haben.

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