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Nach Schockanruf: Rentnerin gibt Goldbarren als Kaution

Eine vermeintliche Polizistin hat am Dienstag bei einer 78-Jährigen in Sohland angerufen, weil ihre Tochter einen Fußgänger überfahren haben soll.

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Symbolbild © dpa

Wieder einmal haben Trickbetrüger in der Oberlausitz zugeschlagen - wenn auch sechsmal erfolglos. Getroffen hat's jedoch eine 78-Jährige aus dem Sohländer Ortsteil Taubenheim, wie Polizeisprecher Sebastian Ulbrich mitteilt.

Sie erhielt am Dienstagmittag einen Anruf von einer Frau. Die gab sich als Polizistin des Polizeipräsidiums Bautzen aus. Diese erklärte der Seniorin, dass deren Tochter einen schweren Unfall verursacht und dabei einen Fußgänger überfahren habe. Dieser schwebe nun in Lebensgefahr. Damit die Tochter nicht in Haft müsse, sei eine Kaution von 40.000 Euro zu zahlen. Weil die 78-Jährige nicht so viel Geld besaß, einigten sich beide Seiten auf die Hälfte - in Form von Goldbarren. "Schließlich übergab sie einer unbekannten Frau 400 Gramm davon", berichtet Sebastian Ulbrich.

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Erst später stellte sie heraus, dass die Opfer von Trickbetrügern geworden ist. Denn: Eine Kaution gibt's in Deutschland nicht. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Betrugs. Sebastian Ulbrich rät zu erhöhter Wachsamkeit. Betroffene sollten sich Zeit nehmen und Informationen hinterfragen, auch wenn sie emotional unter Druck gesetzt werden, sagt er. Das sei Teil der Masche. Weder Polizisten noch Staatsanwälte klären Geldangelegenheiten am Telefon.

Erst im August hat's ähnliche Vorfälle in Zittau und Görlitz gegeben, bei denen ältere Menschen Anrufe von vermeintlichen Töchtern, Söhnen und Polizisten erhielten. Doch ihr Ziel erreichten sie damals nicht.

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