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Deutschland & Welt

Kurioses aus dem Polizeialltag

Beim Twitter-Marathon berichten Polizisten von ihrer Arbeit auf der Straße. Oft ist es ernst, manchmal aber auch unterhaltsam und witzig.

© Symbolfoto: Monika Skolimowska/dpa

Berlin. Wer sich schon immer gefragt hat, was Polizistinnen und Polizisten im Streifendienst den ganzen Tag so machen, der hat am Freitag zumindest einen kleinen Eindruck bekommen können.

Fast einen ganzen Tag lang berichteten Beamte auf Twitter unter dem Hashtag #Polizei110 von ihren Einsätzen. Oft ging es um Unfälle, Verbrechen und gefährliche Situationen - hin und wieder aber auch um Witziges und Abseitiges. Eine kleine Auswahl der eher ungewöhnlichen Einsätze:

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Tierisches:

Dass man es im Polizeidienst nicht nur mit menschlichen, sondern oft auch mit tierischen Mitbürgern zu tun hat, zeigte sich auch bei diesem "Twitter-Marathon". So berichtete die Polizei in NRW etwa: "In Neuss wird gemeldet: Im Bereich Morgensternsheide sind die Ziegen los! Die PolizeiRKN ist unterwegs, um zu verhindern, dass das störrige Vieh auf die nahgelegene Autobahn läuft."

In Südhessen waren es fünf Pferde, die herrenlos durch die Weinberge galoppierten. "Wir ermitteln den Halter und kümmern uns darum, dass die Pferde sicher eingefangen werden." Weniger erheiternd war hingegen ein Fund der Beamten aus Berlin, die am Freitag eine tote Katze auf dem Gehweg entdeckten.

Kurioses:

Der Sachschaden dürfte gering sein in diesem Fall, der emotionale aber im Zweifel weitaus höher: "In Usingen brennt ein Spielzeugbär auf einem Gehweg", meldete die Polizei in Hessen. Trotz eines zügigen Löscheinsatzes mussten die Beamten aber feststellen: "Wir fürchten, für den Bären kommt jede Hilfe zu spät."

Aus der Frankfurter Einsatzzentrale wurde derweil dieser kuriose Dialog vermeldet: "Da isse ja meine Ehefrau!" "Ich bin nicht Ihre Ehefrau." "Doch, doch, wir haben doch die ganze Woche schon telefoniert." "Haben Sie einen Notfall?" "Nein." "Dann beende ich jetzt das Gespräch." "Alles klar, mach's gut, Schatz."

Handfestes:

"Einer droht mit einem Stuhl, der andere mit dem Einsatz von Pfefferspray - wir waren in einem Café in der Innenstadt und haben das geklärt", berichteten Beamte aus Bochum. Vorsicht war auch bei einem Einsatz in Sachsen geboten: "Im Chemnitzer Zentrum schlägt ein Mann mit einer Bratpfanne um sich. Bitte halten Sie Abstand!"

Und in Schleswig-Holstein kam es am Morgen wohl in einer Schule zu einer heftigen Auseinandersetzung: "Wir bekommen die Meldung: Ein Schüler aus Lübeck randaliert, weil er seine Prüfung vorzeitig verlassen musste."

Falsch verbunden:

Die Twitter-Aktion an diesem Freitag sollte nicht nur unterhalten, sondern auch für einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Notruf sensibilisieren. In NRW gaben die Beamten auch gleich ein Beispiel für einen unnötigen Notruf: "Ein Bürger hätte gerne ein polizeiliches Führungszeugnis. Das gibt es aber nicht bei uns, sondern bei der Stadt." Die 110 sei angebracht, wenn eine akute Gefahrensituation oder ein Notfall vorliege. "Gleiches gilt bei verdächtigen Beobachtungen oder wenn Sie Zeuge einer Straftat sind."

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Am Freitag wird das Social-Media-Team der sächsischen Polizei zwölf Stunden lang über eingehende Notrufe und Einsätze berichten.

Ähnliche Kampagnen gab es bereits mehrfach in der Vergangenheit - zum Beispiel unter dem Motto "#24hPolizei" oder "#NoNotruf". Nach Angaben der Polizei Berlin wird nur in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bremen, Baden-Württemberg und im Saarland nicht in die Tasten gegriffen. (dpa)

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