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Unfallflucht mit Karambolagen

Zwischen Altenberg und Glashütte spielten sich am Sonntag filmreife Szenen ab. Die lieferte ein 70-jähriger Unfallfahrer.

An der Glashütter Schillerstraße endete die Alkoholtour des Fahrers dieses Citroen.
An der Glashütter Schillerstraße endete die Alkoholtour des Fahrers dieses Citroen. © Egbert Kamprath

Für Aufregung sorgte am Sonntagabend die rasante Fahrt eines 70-Jährigen zwischen Altenberg und Glashütte. Gegen 19.30 Uhr hörte ein Anwohner an der Dippoldiswalder Straße in Altenberg ein lautes Krachen. Mit Blick aus dem Fenster sah er einen Pkw Citroen, der an der Bahnhofskreuzung gegen die Ampel gestoßen war. Offensichtlich hatte er bei der Fahrt auf der B170 aus Richtung Zinnwald die Kurve nicht mehr bekommen. Der Anwohner ging hinaus auf die Straße, um Hilfe zu leisten.

In diesem Moment setzte sich der Pkw plötzlich wieder in Bewegung und fuhr Richtung Edeka davon. Der Zeuge merkte sich das Kennzeichen und fuhr mit seinem Auto hinterher. Die Fahrtroute war unschwer zu erkennen, denn der Unfallwagen zog eine breite Spur von auslaufenden Betriebsmitteln hinter sich her. Die Unfallflucht ging weiter zum Altenberger Umspannwerk, wo der 70-Jährige einen Torpfosten rammte. Davon zeugten Kratzspuren und Reste des Blinkers auf dem Boden. Dann verlief die Spur über Hirschsprung, Falkenhain, Johnsbach und Bärenhecke. Wegen nasser Fahrbahn verlor der Verfolger aber den Kontakt. Die Fahrt des Citroens endete schließlich an der Schillerstraße in Glashütte an einem Mast.

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Einwohner konnten den Mann an der Weiterfahrt hindern und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest, die ihm mittlerweile ebenfalls auf den Fersen war. Nach Auskunft der Pressestelle der Polizei wurde eine Alkoholmessung veranlasst. Diese ergab immerhin 2,2 Promille. Zum Glück waren bei dieser Tour keine anderen Personen oder Verkehrsteilnehmer betroffen. Für die Altenberger Feuerwehr gab es am Sonntagabend noch ordentlich zu tun, sie mussten die langgezogene Betriebsmittelspur mit Bindemittel entschärfen, denn es war unklar, ob es Kraftstoff oder auslaufendes Kühlmittel war.

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