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Vermisster Mann treibt tot in der Mandau

Ein 88-Jähriger hatte am Montag eine Wohnanlage in Mittelherwigsdorf verlassen und kehrte nicht zurück. Die stundenlange Suche hatte ein trauriges Ende.

Kameraden der Feuerwehr bargen den Mann aus der Mandau und transportierten ihn durch den Wald, über die Gleise bis zur Talstraße.
Kameraden der Feuerwehr bargen den Mann aus der Mandau und transportierten ihn durch den Wald, über die Gleise bis zur Talstraße. © Lausitznews.de/Philipp Mann

Die Suche nach einem vermissten 88-Jährigen aus Mittelherwigsdorf am Montag ist tragisch zu Ende gegangen.

Der Senior verließ mittags die betreute Wohnanlage. Als er jedoch nach Stunden nicht zurückkehrte, meldete eine Pflegerin ihn als vermisst, wie Franziska Schulenburg von der Polizeidirektion Görlitz berichtet. Umgehend begaben sich Beamte mit Hubschrauber auf die Suche nach dem Mann. Auf Privatinitiative waren auch Hunde im Einsatz, die eine Ausbildung beim DRK gemacht haben. Am späten Abend schließlich konnte der 88-Jährige im Roschertal bei der Talstraße in Hainewalde leblos in der Mandau treibend gefunden werden. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

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Die Feuerwehren aus Hainewalde und Großschönau halfen bei der Bergung des Leichnams. Möglicherweise habe der Mann einen Spaziergang auf dem Wanderweg durchs Roschertal gemacht, sagt Einsatzleiter Rainer Milde. Dieser verläuft nämlich stellenweise direkt an der Mandau entlang. Etwas weiter oberhalb der Fundstelle müsse er vermutlich ins Wasser gelangt sein, so der Hainewalder Wehrleiter. Die Strömung habe ihn dann etwas flussabwärts getrieben. An der Fundstelle selbst sei unwegsames Gelände. "Da kann kein Mensch langgehen", so Rainer Milde mit Blick auf den zwischen Talstraße und Mandau liegenden Bahndamm und dichten Wald.

Für die Feuerwehr aus Hainewalde war es der erste Einsatz dieser Art überhaupt. Vor einigen Jahren mussten die Kameraden schon mal eine Tür notöffnen, hinter der sich eine tote Person befand. "Sowas ist nicht angenehm und macht betroffen", sagt Rainer Milde. Aber solange man die Beteiligten nicht kenne, könne man sich emotional ein stückweit distanzieren.

Der Einsatz endete kurz nach Mitternacht, nachdem alles dokumentiert war. Die Kriminalpolizei hat nun die Ermittlungen zu den genauen Umständen aufgenommen.

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