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Schutzzaun an der B 115 hat Lücken

Die Vermutung, dass der Zaun mutwillig zerstört wurde, entpuppt sich als Versäumnis bei der Montage.

Keine Zerstörung, sondern fehlende Befestigungen sind die Ursache für die Lücken im Wildschweinzaun entlang der B 115 zwischen Sandschenke und Stannewisch.
Keine Zerstörung, sondern fehlende Befestigungen sind die Ursache für die Lücken im Wildschweinzaun entlang der B 115 zwischen Sandschenke und Stannewisch. © André Schulze

An mehreren Stellen klaffen in dem Schutzzaun gegen das Schwarzwild freie Stellen. Die Vermutung liegt nahe, dass der Zaun beschädigt wurde. Das betrifft den Abschnitt entlang der B 115 zwischen Sandschenke und Stannewisch.

Dem Anschein nach ist der Zaun aus Drahtgeflecht längst durchtrennt worden. Wildschweine können das nicht gewesen sein, so akkurat wie das Drahtgeflecht absteht. Außerdem fehlen an den durchtrennten Stellen eindeutige Wildspuren, die auf ein Durchbrechen der Absperrung hindeuten.

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Aber auch die Vermutung, dass hier Menschen am Werk waren, die dem Schwarzwild wohl freies Geleit geben wollten, stimmt in diesem Fall nicht. Der Grund ist ein anderer, wie die SZ auf Nachfrage aus dem Landratsamt erfuhr. Es handelt sich um eine fehlende Fertigstellung durch die beauftragte Firma, teilt Sprecherin Julia Bjar mit. Der Landkreis Görlitz hat den Freistaat Sachsen auf diesen Umstand bereits hingewiesen.

Die Lücken im Zaun hinterließ das THW nach seinem abrupten Rückzug vom Zaunbau. Die in der Folge beauftragte Firma war zuerst mit der Fertigstellung der südlichen Zäunung befasst und hat den Zaun zwischen Sandschenke und Stannewisch vorerst nur ohne Verspannung eingehängt. Das erweckt den Eindruck, als wäre das Drahtgeflecht durchgeschnitten. Bis Ende dieser Woche sollte das Problem laut Aussage des Freistaates Sachsen behoben sein, so die Kreisbehörde.

Dass der Schutzzaun vor Zerstörung nicht gefeit ist, zeigt der Fall im März. Zehn Wildzaunpfähle sind zwischen Niesky und Horka entwendet worden, teilt die Polizei auf Nachfrage mit. Der örtliche Kriminaldienst ermittelt noch in dieser Sache.

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