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Polizeieinsatz mit Kirchenräumung in Plauen sorgen weiter für Kritik

In Sachsen sorgt ein Polizeieinsatz vom 1. Mai in Plauen für Wirbel. Politiker und die evangelische Kirche fordern Aufklärung, denn die Beamten drangen in eine Kirche ein.

Dresden. Der umstrittene Polizeieinsatz vom 1. Mai in Plauen sorgt weiter für Kritik. Die sächsischen Grünen forderten am Sonntag erneut eine Aufarbeit der Vorkommnisse. Bei dem Einsatz gegen gewaltbereite Demonstranten hatten Polizisten auch Menschen aus der Pauluskirche geholt und andere eingekesselt.

Die Grünen riefen Zeugen und Betroffene der Kirchenräumung auf, Kontakt zur Landtagsfraktion aufzunehmen und über ihre Erlebnisse zu berichten. Der Grünen-Vorsitzende Volkmar Zschocke habe zudem ein Gedächtnisprotokoll veröffentlicht. Landesbischof Jochen Bohl hatte bereits am Freitag ein Protestschreiben an Innenminister Markus Ulbig (CDU) wegen der Räumung der Pauluskirche übergeben.

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Zu den Ausschreitungen war es während einer Anti-Nazi-Demonstration gekommen. Bischof Bohl habe sich in seinem Brief darüber beschwert, dass die Polizei die Kirche betreten habe, obwohl von dort keine Straftat ausging, sagte Landeskirchensprecher Matthias Oelke zum Inhalt. Das Einverständnis des Pfarrers sei nicht eingeholt worden. Laut Innenministerium hatte sich die Einsatzleitung bei dem Pfarrer entschuldigt.

Unterdessen mahnte der CDU-Politiker Christian Hartmann, die Geschehnisse nicht politisch zu instrumentalisieren. Er finde es bedenklich, wenn versucht werde, durch Vorwürfe allein gegen den Polizeieinsatz die Gewalt vor dem Gotteshaus zu vertuschen oder zu verharmlosen, betonte der amtierende Vorsitzende des Arbeitskreises Innenpolitik der CDU-Landtagsfraktion. Allerdings erwarte auch er, dass die Polizei den geschützten Raum Kirche respektiere und sich eine solche Situation wie in der Pauluskirche nicht wiederhole. (dpa)