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Polizeigewerkschaft will mehr Personal gegen Einbrecherbanden

Wegen der wachsenden Zahl der Wohnungseinbrüche fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) einen Personalabbau-Stopp bei den Ermittlungsbehörden.

Berlin. Wegen der wachsenden Zahl der Wohnungseinbrüche fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) einen Personalabbau-Stopp bei den Ermittlungsbehörden. Für die gut organisierten Banden, die Deutschland ins Visier genommen hätten, gebe es derzeit nur ein geringes Entdeckungsrisiko, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow der Nachrichtenagentur dpa. „Wie haben zu wenige Leute, denen man zu wenig Zeit gibt, nach Einbrüchen eine intensive Tatortarbeit zu machen“, klagte er. Diese sei aber notwendig, um Lagebilder für die weiteren Ermittlungen zu erstellen.

Wie bereits bekannt wurde, gab es 2013 in Deutschland fast 150.000 Wohnungseinbrüche - so viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch offiziell vorstellt.

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In der „Bild“-Zeitung warb de Maizière für zusätzliche Polizeikontrollen in der Nähe der Grenzen. Malchow hält es jedoch für nicht ausreichend, nur die grenznahen Gebiete in Ostdeutschland zu kontrollieren: Auch Hamburg und Schleswig-Holstein seien von Polen aus in zweieinhalb Stunden zu erreichen. (dpa)