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Polizeiluft geschnuppert

26 Schüler erlebten in Kamenz ein interessantes Praktikum. Mit Hundeführern, Kriminaltechnikern und Hubschrauberpiloten.

© PD Görlitz

Kamenz. Die Möglichkeit, echte Polizeiluft zu schnuppern, haben in den zurückliegenden zwei Wochen in den Landkreisen Bautzen und Görlitz 26 Schülerinnen und Schüler genutzt. Die zwölf Mädchen und 14 Jungen im Alter von 14 bis 16 Jahren lernten das umfangreiche Aufgabengebiet eines Polizisten im Freistaat Sachsen fernab actionreicher TV-Serien kennen.

Der Praktikumsplan war gespickt mit erlebnisreichen Inhalten. Die Schüler begleiteten in einem der sechs Reviere der Polizeidirektion unter Anleitung ihrer Betreuer den Arbeitsalltag der Streifen von der Unfallaufnahme über Geschwindigkeits- und Verkehrskontrollen bis hin zur anschließenden Sachbearbeitung. Im Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion in Görlitz, in dem alle Notrufe der 110 aus Ostsachsen eingehen, erhielten die Jungen und Mädchen einen Blick hinter die Kulissen.

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Kriminaltechniker verrieten Tricks und Kniffe bei der Sicherung von Spuren und die Vierbeiner der Görlitzer Diensthundestaffel zeigten mit ihren Leinenführern ihr Können. Beim Besuch der Hubschrauberstaffel am Dresdener Flughafen lernten die Jugendlichen die Arbeit einer Helikopterbesatzung und die Einsatzmöglichkeiten der EC 135 kennen.

Auch die Bereitschafspolizei stellte ihre Aufgaben vor, zu denen beispielsweise die Begleitung von Versammlungen oder Fußballspielen und die Unterstützung der örtlichen Reviere gehören. Die Teenager nahmen die Einsatzmittel und Fahrzeuge der Beamten unter die Lupe, inklusive einem Tragetest von Helm und Weste. Über das Gewicht der Schutzausstattung waren einige überrascht. Am Aus- und Fortbildungszentrum in Bautzen besichtigten die Schüler die Räumlichkeiten der Polizeischule. Klassenzimmer kannten sie, nicht aber die mit Licht, Lautsprechern und Kameras ausgerüsteten Handlungsräume. Hier werden die angehenden Wachpolizisten und Kommissaranwärter in praktischen Übungsszenarien auf ihre späteren Aufgaben vorbereitet. Gefordert wurden die jungen Praktikanten natürlich auch – beispielsweise beim Dienstsport. Unter realen Bedingungen absolvierten sie den Kasten-Bumerang-Test des Auswahlverfahrens, Liegestütze und einen anschließenden Ausdauerlauf. Viele Teilnehmer schafften den Sporttest auf Anhieb, andere bekamen Anregungen zur besseren Vorbereitung.

Die Schüler hatten in dem zweiwöchigen Praktikum erfahren, dass der Beruf des Polizeibeamten verantwortungsvoll und abwechslungsreich ist und körperliche Fitness voraussetzt. Für einige von ihnen stand fest, dass es die richtige Wahl ist. Polizeisprecher Thomas Knaup: „Wir freuen uns auf ihre Bewerbungen.“ Man suche aber nicht nur junge, sondern auch lebenserfahrene zukünftige Beamte des sogenannten mittleren und gehobenen Dienstes sowie Wachpolizisten. „Insbesondere suchen wir Bewerber, die aus der Oberlausitz stammen, hier leben oder aus anderen Teilen Deutschlands hierhin zurückkommen möchten. Auch Kenntnisse der sorbischen, polnischen oder tschechischen Sprache sind für eine Verwendung in den Landkreisen Bautzen oder Görlitz nützlich.“ (SZ)

Fragen beantwortet Polizeikommissarin Maren Steudner unter [email protected] oder telefonisch unter der Rufnummer 03581 468-2042.