merken

Polizeirevier in Döbeln angegriffen

Ein 39-Jähriger hat am Sonntag die Dienststelle mit einer Hantelstange traktiert und einen Beamten leicht verletzt.

© Dietmar Thomas

Von Elke Görlitz und Sylvia Jentzsch

Wie geht's Brüder

Eine Reportagereise durch Osteuropa 30 Jahre nach dem Umbruch auf Sächsische.de

Döbeln. Bei einem Angriff auf das Polizeirevier Döbeln ist am Sonntagvormittag ein Polizeibeamter leicht verletzt worden. Er hatte versucht, einen 39-Jährigen Angreifer abzuwehren.

Der Deutsche hatte mit einer Einhand-Hantelstange zuvor das Gebäude an der Döbelner Burgstraße angriffen und dabei die Fassade und ein Fenster beschädigt. Das sagte Polizeisprecher Steffen Wolf am Sonntagmittag. Beamte vor Ort erklärten auf Nachfrage des Döbelner Anzeigers, die Stange sei 33 Zentimeter lang gewesen und mehrfach gegen Fassade und Fenster des Erdgeschosses des Gebäudes an der Burgstraße geworfen worden. Die Spuren sind noch deutlich zu sehen.

Das letzte Fenster der unteren Etage an der Straße in Richtung Klostergärten hat mehrere Einschläge und ist gesprungen. Da es sich wahrscheinlich um Sicherheitsglas handelt, ist die äußere Scheibe nicht herausgefallen, sondern mehrfach netzartig gesprungen. Die innere Scheibe, so ist es von außen zu erkennen, hat ein Loch. Am Holrahmen und am Sims unter dem Fenster sind ebenfalls die Spuren der Attacke zu sehen. An mehreren Stellen des Holzrahmens sind Einschläge sichtbar, das Holz aufgesplittert. Das Fenster liegt ziemlich hoch. Vom Fußweg aus sind es geschätzte zwei Meter.

„Der 54-jährige Polizeibeamte wollte den Mann davon abhalten. Der Angreifer bedrohte daraufhin den Polizeibeamten mit der Hantelstange“, so Wolf. Der Polizist gab einen Warnschuss ab. Erst danach hätte der Angreifer die Stange fallenlassen.

Pfefferspray eingesetzt

Bei dem anschließenden Gerangel sei der Polizist leicht verletzt worden. „Der Angreifer flüchtete und wurde von weiteren Polizisten auf dem Verbindungsweg zwischen Rosa-Luxemburg-Straße und Klostergärten gestellt“, teilte Polizeisprecher Steffen Wolf mit. Die Beamten setzten Pfefferspray ein und brachten den Mann schließlich in ein Krankenhaus. Laut Polizeiangaben befindet sich der 39-Jährige inzwischen auf einer Polizeidienststelle. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.

Der Angreifer habe nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen gestanden, sagte der Polizeiführer vom Dienst Lutz Frischke dem Döbelner Anzeiger. Der Mann sei auch nicht polizeibekannt. Der verletzte Polizist befinde sich auf dem Weg der Besserung.