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Dresden

Polizei kontrolliert Autofahrer

Die Beamten starten ein Sicherheitsprojekt für Radfahrer. Innenminister Roland Wöller (CDU) unterstützt es.

Damit Radfahrern nichts passiert, muss künftig ein Sicherheitsabstand zu ihnen eingehalten werden.
Damit Radfahrern nichts passiert, muss künftig ein Sicherheitsabstand zu ihnen eingehalten werden. ©  Christian Juppe (Archivbild)

Dresden. 1,50 Meter sind das entscheidende Maß. Diesen Abstand muss einhalten, wer einen Radfahrer überholt. So steht es in den neuen Regeln der Straßenverkehrsordnung, die am 28. April eingeführt wurden. 1,50 Meter sind es innerorts, wenigstens zwei Meter außerhalb einer Ortschaft. Das ist mehr, als ein normaler Pkw breit ist. 

Auf diese neue Regelung will die Dresdner Polizei mit einem Sicherheitsprojekt hinweisen und die Verkehrsteilnehmer so entsprechend sensibilisieren. Aus diesem Grund werden im Rahmen der Kampagne "Respekt durch Rücksicht!" alle Funkstreifenwagen der Polizeidirektion Dresden mit einem Aufkleber versehen, der auf den erforderlichen Seitenabstand aufmerksam macht. Außerdem sind Kontrollen an geeigneten Standorten vorgesehen. Hierbei sollen Verkehrsteilnehmer auf entsprechende Verstöße aufmerksam gemacht und auf die neuen Bestimmungen hingewiesen werden. 

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Perspektivwechsel zulassen

Innenminister Roland Wöller sagt dazu: "Gegenseitig Rücksicht zu nehmen gehört zu den obersten Geboten im Straßenverkehr." Außerdem lobte er das Vorgehen der Polizei: "Mit dem nunmehr gestarteten Sicherheitsprojekt wird die Polizei Sachsen wichtige Erfahrungen bei der Umsetzung entsprechender Kontrollmaßnahmen sammeln können."

Die Polizeidirektion Dresden hat bereits 2019 die Kampagne "Respekt durch Rücksicht" ins Leben gerufen. Bei dieser Verkehrssicherheitskampagne handelt es sich um eine Initiative auf Grund steigender Unfallzahlen mit Radfahrern. Im Rahmen der Kampagne intensiviert die Polizei unter anderem in Verkehrsüberwachungsmaßnahmen und Verkehrskontrollen von Fahrradfahrern. 

Gerald Baier, Leiter der Verkehrspolizeiinspektion der Polizeidirektion Dresden, erklärt dass die Aktion Autofahrer sensibilisieren soll. "Nur wer Verkehrsregeln kennt und sich den Gefahren im Straßenverkehr bewusst ist, kann Unfälle vermeiden. Respekt durch Rücksicht bedeutet auch, einen Perspektivwechsel zuzulassen. Das gilt für alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen."

ADFC begrüßt "Respekt durch Rücksicht"

Die Kontrollorte richten sich bei der Aktion nicht nur nach der Unfall-Statistik, sondern auch nach den Hinweisen von Bürgern. Diese konnten im vergangenen Jahr über das Beteiligungsportal des Freistaates Sachsen mitteilen, wo sie welche Verstöße beobachtet haben.

Auch der ADFC Sachsen begrüßt "Respekt durch Rücksicht" sowie die Änderungen der StVO. "Wir finden es richtig, dass Minister Wöller das Thema nun in den Blick nimmt und mit einem Pilotprojekt zur Abstandsmessung in Sachsen vorangeht", so der Vorsitzende Niklas Schietzold.

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