merken

Görlitz

Polizisten knöpfen Mann 4.300 Euro ab

Die Beamten haben einen Georgier auf der A4 bei Görlitz kontrolliert, der sich als Autokäufer ausgab. Für einen Moldauer endete die Reise bei Kodersdorf. Und ein Pole kam ins Gefängnis.

Symbolbild. © Carsten Rehder/dpa

Die Bundespolizei hat am Dienstagabend auf der A4 bei Görlitz einen Mann gestoppt, der ohne Genehmigung als Monteur in Deutschland arbeitete.

Als die Beamten den 45-Jährigen gegen 19 Uhr auf dem Rastplatz An der Neiße als Passagier eines ukrainischen Reisebusses kontrollierten, erklärte er zunächst, mit den mitgeführten 5.000 Euro ein Auto in Deutschland kaufen zu wollen. Daraus sei aber nichts geworden. 

Kurz darauf fanden die Einsatzkräfte Beweise, wonach sich der vermeintliche Autokäufer in Plettenberg (Märkischer Kreis) aufhielt, um dort illegal zu arbeiten. "Von dem Bargeld blieb nicht sehr viel übrig", so die Bundespolizei. Einerseits beschlagnahmten die Beamten 3.800 Euro als mutmaßlichen Schwarzarbeitslohn, andererseits musste der Ukrainer 500,00 Euro als Sicherheitsleistung wegen des zu erwartenden Strafverfahrens entrichten. 

Nach der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthaltes wird nun die zuständige Ausländerbehörde über eine zu erwartende Ausweisung entscheiden.

Auch für einen Moldauer endete am Mittwochmorgen die Reise nach Paris auf der Autobahn - bei Kodersdorf. Der 33-Jährige saß als Fahrer in einem rumänischen Auto, als die Bundespolizisten ihn gegen 6.30 Uhr kontrollierten. Zunächst händigte er eine rumänische Identitätskarte aus. Eine Fälschung, wie sich schnell herausstelle. Damit konfrontiert, schob er seinen echten moldauischen Reisepass nach. 

Der Mann erklärte dazu während der späteren Vernehmung, dass ihm ein Bekannter während eines Arbeitsaufenthaltes in Belgien anbot, die rumänische Staatsangehörigkeit zu "besorgen". Auf das Angebot sei er eingegangen. Der Moldauer bezahlte über 1000 Euro für den Ausweis und reiste den eigenen Angaben nach seit mehreren Jahren damit unbehelligt umher. 

"Das Reisen dürfte sich nun so oder so vorerst erledigt haben", so die Bundespolizei. Zumindest was das Einreisen nach Deutschland und in den Schengenraum betrifft. 

Neben erstatteten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Strafgesetzbuch und gegen das Aufenthaltsgesetz bekam der Mann eine vierjährige Wiedereinreisesperre. Zeitnah folgt nun eine Zurückschiebung nach Polen.

In Görlitz nahmen Bundespolizisten am Dienstagabend einen Polen fest. Der 24-Jährige war gegen 21.40 auf der Dresdner Straße unterwegs. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass der Name des in Görlitz lebenden Mannes auf der Fahndungsliste stand. Demnach stellte die Staatsanwaltschaft Görlitz vor knapp einem Monat einen Vollstreckungshaftbefehl in einer Bußgeldangelegenheit aus. Letztlich entschied sich der Betroffene für die angeordnete Erzwingungshaft, denn ihm fehlten 120 Euro, um die Geldstrafe zu bezahlen.

Mehr Lokales unter:

www.sächsische.de/ort/goerlitz

www.sächsische.de/ort/niesky