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Polnische Nahverkehrszüge sollen in Görlitzer Bahnhof einfahren

Sachsens Wirtschaftsminister will für bessere Bahnverbindungen zwischen Polen und Deutschland werben

© Trenkler

Breslau/Görlitz. Heute und morgen will Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) im Marschallamt der Woiwodschaft Niederschlesien in Breslau für bessere Bahnverbindungen zwischen beiden Ländern werben. Insbesondere geht es um den Dresden-Breslau-Express, den die polnische Seite ab 1. März dieses Jahres aus Geldmangel abbestellt hatte. Bei ihren Gespräche über eine mögliche Wiederinbetriebnahme des grenzüberschreitenden Zuges seien sich die Bahnen beider Länder „deutlich näher“ gekommen, sagte der bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete und Verkehrsexperte Stephan Kühn gegenüber der SZ. Außerdem könnten ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 polnische Nahverkehrszüge in den Bahnhof Görlitz einfahren, wo dann für deutsche Reisende Verbindungen nach Breslau und ins Riesengebirge bestünden. Endgültig geklärt sei das zwar noch nicht, aber noch im September solle es dazu ein Gespräch im Bundesverkehrsministerium geben.

Morgen tagt in Potsdam ein deutsch-polnischer Bahngipfel, auch dort soll es unter anderem um den Dresden-Breslau-Express gehen.

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Im Vorfeld des Bahngipfels fordern die Oberlausitzer Bundestagsabgeordneten Stephan Kühn (Grüne) und Michael Kretschmer (CDU) sowie der parteilose Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege vom Bund „ein klares Signal für die Aufnahme der Elektrifizierung zwischen Dresden und Görlitz in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2015“. (SZ/tbe)