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Augusto

Pommes: Gibt es die auch in gesund?

Sie sind das Lieblingsessen vieler Kinder und bestechen durch ihren typischen Imbissbuden-Geschmack: 

© Bildautorin: Alexas Fotos (München)

Pommes, die trotz ihrer Beliebtheit zu den ungesündesten Beilagen auf deut-schen Tellern zählen. Aber gibt es die frittierten Kartoffeln auch in gesund?

Mit ihrer knusprigen Haut und ihrem weichen Kern begeistern Pommes Jung und Alt. Aber bereits der Name Fritten verrät, wie ungesund die beliebten Beila-gen sind. Was aus der Ölfritteuse kommt, ist nun mal durch und durch fettig. Schade, denn Kartoffeln selbst enthalten neben Wasser hochwertiges Pflanzen-protein, wichtige Mineralstoffe und wertvolle Vitamine.

Beim Frittiervorgang in heißem Fett verlieren die Kartoffelstäbchen ihre Nähr-stoffe. Obwohl Kartoffeln selbst relativ kalorienarm sind, bringen es Tiefkühl-pommes aus Fettfritteusen pro 100 Gramm auf 290 Kalorien. Wer sie im Back-ofen zubereitet, spart auf dieselbe Menge zumindest 150 ein und in der Heißluft-fritteuse sind es sogar noch ein paar mehr. Wie sich die Stäbchen wohl am ge-sündesten zubereiten lassen?

Statt vorfrittierten Tiefkühlpommes: lieber selber machen

Nicht nur auf Kindertellern landen viel zu viele Fritten: Auch Erwachsene grei-fen deutlich zu oft zu der Tiefkühlkost. Allein im Jahr 2017 betrug der Pommes-Absatz hierzulande über 300.000 Tonnen. Fast drei Millionen Deutsche ab 14 Jahren essen Tiefkühlpommes sogar mehrmals pro Woche und machen sich da-bei anscheinend wenig Gedanken um ihre Gesundheit.

Sogar die vergleichsweise gesundheitsbewussten Zubereitungsformen per Ofen-rohr und Heißluftfritteuse reißen die Bilanz der Tiefkühlkost selten heraus. Die tiefgefrorene Schnellkost wird oft nämlich in heißem Fett vorfrittiert. Die ge-sündeste Variante sind daher selbstgemachte Pommes aus der Heißluftfritteu-se, die es laut Testergebnissen durchaus mit der klassischen Fettfritteuse auf-nehmen kann. Entscheidend für die Gesundheitsbilanz ist aber nicht nur die Zubereitungsform, sondern auch die Bereitung etwaiger Soßen. In Mayonnaise und Ketchup sitzen oft die meisten Kalorien des Gerichts. Wer die Dips nicht fertig kauft, sondern selber macht, spart einigen Zucker ein.

Vorkochen, heißluftfrittieren und würzen

Aus frischen Kartoffeln, ein wenig Öl und etwas Salz lassen sich mit der Heiß-luftfritteuse leckere Pommes zubereiten, die nährstoffreich und gesund sind. Für den Geschmack und die Konsistenz ist die Wahl der richtigen Kartoffelsorte entscheidend. Sorten wie mehlig kochende Kartoffeln sind zur Herstellung knuspriger Beilagen beispielsweise ungeeignet. Unabhängig von der Kartoffels-orte wird das Gemüse zunächst in gleich große Stäbchen geschnitten und vorge-kocht. Dadurch brechen die Stärkeketten auf und vernetzen sich schließlich neu, damit die Beilage beim anschließenden Frittiervorgang außen kross und innen gar wird. Vor dem Heißluftfrittieren werden die vorgekochten Fritten mit Öl be-sprüht. Im Pommes-Programm der Heißluftfritteuse brauchen die so vorbereite-ten Kartoffeln jetzt höchstens 25 Minuten.

Bei Halbzeit werden die Sticks gewendet und dadurch gleichmäßig knusprig. Nach dem Garen wendet man die fertigen Fritten in Salz, Pfeffer und Paprika-pulver – einfacher geht es kaum. Der Backofenzubereitung haben die fertigen Pommes aus der Heißluftfritteuse einiges voraus. Zum einen spart man sich bei der fettarmen Verwandten der Ölfritteuse das Backpapier und dadurch Müll. Zum anderen lässt sich der beschichtete Garkorb guter Heißluftfritteusen mit wenig Aufwand reinigen und zuletzt spart man im Vergleich zu Ofenpommes Zeit und Energie, da in der Heißluftfritteuse keine Vorwärmzeit erforderlich ist.

*Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Autor: Lennard Bachleien.