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Post will keine Extragebühr für Pakete

Der Boom im Onlinehandel rüttelt an der Zustellerbranche.  Die Post jedoch beruhigt ihre Kunden. 

© Foto: Marius Becker/dpa

Bonn. Die Deutsche Post bekräftigt trotz eines aktuellen Gewinneinbruchs, dass sie Pakete auch künftig ohne Mehrkosten direkt bis an die Haustür der Empfänger bringt. "Wir glauben nicht, dass wir eine Extragebühr für die "letzte Meile" von unseren Kunden erheben müssen", sagte Post-Chef Frank Appel am Donnerstag. Die Haustürzustellung sei "Teil unseres Leistungsversprechens". Die "letzte Meile" - also der letzte Abschnitt bis zur Paketübergabe - gilt als besonders zeitintensiv und teuer für die Paket-Dienstleister. Ähnlich hatte sich Appel schon früher geäußert.

Die Paketdienste DPD und Hermes rechnen hingegen damit, dass Haustür-Bestellungen künftig standardmäßig teurer sind als Lieferungen an Paketshops oder Paketstationen. Wettbewerber GLS sieht das ähnlich. Teilweise haben die Firmen bereits in Verträgen mit Online-Händlern Preisunterschiede festgeschrieben, der Regelfall ist das aber nicht. Hermes verweist auf Länder wie Schweden, wo die Haustürzustellung schon lange extra koste. Hermes und DPD gewähren Online-Händlern bereits Rabatte, wenn deren Kunden zu Paketshops und Paketstationen kommen und die Sendungen nicht erst an der Haustür entgegen nehmen. 

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Eine Frage der Logistik 

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Die Deutsche Post musste im abgelaufenen Jahr einen Gewinneinbruch im Brief- und Paketgeschäft hinnehmen. Der Logistikriese konnte seinen Umsatz zwar um knapp zwei Prozent auf 61,6 Milliarden Euro steigern, wie das Unternehmen  mitteilte. Der Überschuss brach aber wegen einer höheren Steuerlast um fast ein Viertel auf rund 2,1 Milliarden Euro ein. Die Aktionäre sollen dennoch eine stabile Dividende von 1,15 Euro je Aktie erhalten.

Vorstandschef Frank Appel sieht die Post trotz des Gewinneinbruchs dank der eingeleiteten Sanierungsschritte auf Kurs. Im Jahr 2020 solle wie geplant ein operativer Gewinn von mehr als 5 Milliarden Euro erzielt werden, wie aus der Präsentation zur Jahresbilanz hervorgeht. (dpa)