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Görlitz

Hunderte kommen zur Postplatz-Eröffnung

Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu weihte am heutigen Sonntag den Platz ein. Der Termin war dabei mit Bedacht gewählt.

Blauer Himmel und Sonnenschein lockte viele Besucher zur großen Eröffnungsfeier des Postplatzes.
Blauer Himmel und Sonnenschein lockte viele Besucher zur großen Eröffnungsfeier des Postplatzes. © Nikolai Schmidt

Kühl ist es am Sonntagnachmittag auf dem Görlitzer Postplatz, aber sonnig. Und alle sind sie noch einmal zusammengekommen: OB Octavian Ursu und seine Amtsvorgänger Siegfried Deinege, Rolf Karbaum und Matthias Lechner, zahlreiche Stadträte aus allen vier Fraktionen, Zeitzeugen der Friedensgebete, die auf den Tag genau vor 30 Jahren in der benachbarten Frauenkirche begannen, dazu hunderte Görlitzer Bürger. Es sind so viele Besucher gekommen, dass Mitarbeiter der Görlitzer Verkehrsbetriebe ihre Mühe haben, die Straßenbahnschienen menschenleer zu bekommen, wenn wieder eine Bahn anrollt. 

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Oberbürgermeister Octavian Ursu eröffnet den neu gestalteten Postplatz. Zur Eröffnung sind auch drei seiner Amtsvorgänger gekommen.
Oberbürgermeister Octavian Ursu eröffnet den neu gestalteten Postplatz. Zur Eröffnung sind auch drei seiner Amtsvorgänger gekommen. © Nikolai Schmidt

Sie alle sind hier, um dem Görlitzer Jugendblasorchester und einem ungarischen Orchester zuzuhören. Und Octavian Ursu, der eine kurze Rede hält. Darin verbindet er zwei Ereignisse: Die friedliche Revolution vor 30 Jahren und die Sanierung des Postplatzes, die am 19. September fertiggestellt wurde. "Drei Monate früher als geplant", betont Ursu - und gibt, sehr zur Freude seiner Zuhörer, einen Querverweis auf den Hauptstadtflughafen BER, der Jahre hinter dem Zeitplan liegt und noch immer nicht eröffnet ist. Doch nicht nur den Bauarbeitern dankt Ursu, sondern auch den damaligen Teilnehmern der Friedensgebete, "dass wir heute hier sein und Freiheit feiern können."

Mit Posaunen und Trompeten gab das Jugendblasorchester den Takt bei der Eröffnungsfeier vor. Viele Menschen hatten sich rund um die Muschelminna versammelt.
Mit Posaunen und Trompeten gab das Jugendblasorchester den Takt bei der Eröffnungsfeier vor. Viele Menschen hatten sich rund um die Muschelminna versammelt. © Nikolai Schmidt

Ines Bunzel vom städtischen Bauamt, die während der vierjährigen Bauzeit von Seiten der Stadt für die Baustelle verantwortlich war, bietet Führungen für Interessierte an. Zahlreiche Unternehmen präsentieren sich an Ständen, der Aktionskreis für Görlitz schenkt Linsensuppe aus, das traditionelle Gericht aus der Zeit der Friedensgebete vor 30 Jahren. Einzig die von der Stadtverwaltung vorbereiteten 140 historischen und aktuellen Fotos vom Postplatz im Wandel der Zeit können auf der Großleinwand nicht gezeigt werden: Die Sonne scheint zu grell. Dafür aber öffnete die Ausstellung zu 30 Jahre Friedlicher Revolution in der Frauenkirche ihre Pforten. Hier wird am heutigen Sonntag um 17 Uhr auch der Ereignisse vor 30 Jahren nochmals gemeinsam gedacht.

Parallel zur Eröffnung des Postplatzes öffnete auch die Ausstellung in der Frauenkirche zum Thema 30 Jahre friedliche Revolution ihre Türen.
Parallel zur Eröffnung des Postplatzes öffnete auch die Ausstellung in der Frauenkirche zum Thema 30 Jahre friedliche Revolution ihre Türen. © Nikolai Schmidt

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