merken

Dresden

Postplatz-Neubau wächst bald in die Höhe

Auf dem Gelände des früheren Fernmeldezentrums wird ein siebenstöckiger Neubau errichtet. Anfang 2020 ziehen die Mieter ein. 

Am Postplatz entsteht zwischen Freiberger und Annenstraße der nächste Neubau.
Am Postplatz entsteht zwischen Freiberger und Annenstraße der nächste Neubau. © Marion Doering

Betonpumpen dröhnen seit Wochen am Postplatz. Hinter den Bauzäunen zwischen der Freiberger und der Annenstraße wird an der Basis der künftigen Mary-Ann-Apartments gearbeitet, dem Untergeschoss mit Kellern und Tiefgarage, erklärt ein Sprecher der CG-Gruppe. 191 Ein- bis Fünfraumwohnungen zwischen 45 und 120 Quadratmetern werden in dem Siebengeschosser entstehen.

Der abgebrochene Vorgänger

Sächsische.de zum Hören!

Zu Hause, unterwegs, in der Pause – Sächsische.de kann man nicht nur lesen, sondern auch immer und überall hören. Hier befinden sich unsere Podcasts.

Anfang vergangenen Jahres hatte dort noch das Fernmeldezentrum gestanden. Das entstand nicht im in der DDR üblichen Plattenbau, sondern im Deckenhubverfahren. Die Bauleute stellten am Boden die Stahlbetonplatten der Decken des sechsgeschossigen Komplexes her. Nur die Stahlbetonstützen ragten in die Höhe. Mit einer ausgetüftelten Technologie wurde Decke für Decke von Hydraulikpressen nach oben gezogen. Nach der Fertigstellung 1981 wurde das Gebäude bis 1983 innen ausgebaut.

Der aufwendige Abbruch hatte 2018 begonnen und war Anfang dieses Jahres abgeschlossen worden.

Die derzeitigen Arbeiten

In die gewaltige Baugrube hatte ein Bohrgerät 165 Löcher für die Stahlbeton-Bohrpfähle getrieben. Im Mai konnte der Grundstein gelegt werden. Die Bodenplatte ist längst fertig. „Das Untergeschoss für Keller und Tiefgarage wird jetzt Zug für Zug hergestellt“, erläutert der Sprecher. Während an einigen Abschnitten schon die Deckenplatte darüber betoniert ist, arbeiten in anderen Bereichen Eisenflechter noch an der Stahlbewehrung. In der Tiefgarage mit 262 Stellplätzen werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Ladestationen für Elektroautos von künftigen Mietern installiert werden können. Noch in diesem Monat soll begonnen werden, die Wände für das Erdgeschoss zu errichten. Bis Jahresende wird der Rohbau bis zum ersten Stock reichen.

Die Ausstattung

Im Erdgeschoss sollen ein Supermarkt und Läden untergebracht werden, im ersten Stock Büros. Die Besonderheit ist, dass die Wohnungen teilmöbliert werden. Beispielsweise werden Holzwände mit Regalen Räume abtrennen oder Einbauschränke installiert. Das gehört zum Konzept der „Vertical Village Apartments“, das die CG-Gruppe kurz VauVau nennt. Zur Miethöhe wollte sie noch keine Angaben machen. Für den Neubau, der schon Ende 2017 an die Versorgungskammer Bayern verkauft wurde, werden rund 71 Millionen Euro investiert. Geplant ist, dass 2021 die Mieter einziehen können.