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Prälatenhaus: Verkauf ist geplatzt

Die Hornsche Stiftung beklagt die fehlende Unterstützung durch die Stadt und will das Risiko nicht allein tragen.

Von Udo Lemke

Im März 2017 stimmte der Stadtrat mit 23 von 24 Stimmen dafür, dass die Otto-und-Emma-Horn-Stiftung das historische Prälatenhaus, Rote Stufen 3, kaufen darf. Für das als wertvollstes städtisches Baudenkmal geltende, etwa 500 Jahre alte Gebäude, wurde damals ein Kaufpreis von 240 000 Euro vereinbart. Nun wandte sich der Verwalter der Horn‘schen Stiftung, Tom Lauerwald, in einem Brief an Oberbürgermeister Olaf Raschke und die Fraktionen im Stadtrat. „Die Stiftung nimmt Abstand vom Kauf des Gebäudes“, heißt es darin.

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Als ersten Grund führt Lauerwald die Kostenproblematik an. Habe im vergangenen Jahr für die abzuschließende Sanierung am Gebäude eine Summe von 700 000 Euro im Raum gestanden, so habe die Stiftung in den letzten Monaten intensiv an der Projektvorbereitung gearbeitet und „der ermittelte Kostenaufwand für die vollständige Fertigstellung liegt nun bei 2 000 000 Euro“. Hinzu kommt, dass die Stiftung für den Kauf des Gebäudes, des Vorplatzes und für die Übernahme von städtischen Anteilen insgesamt 545 000 Euro bezahlen müsste: „Damit ist das Gebäude noch nicht fertig saniert. Die Stadt Meißen beteiligt sich nach gegenwärtiger Lage hieran mit keinem Cent. Für eine simple Problementsorgung steht die Stiftung nicht zur Verfügung.“

Als zweiten Grund für den Rückzug nennt Lauerwald, dass das Gebäude bis Ende 2020 fertig saniert sein muss, weil sonst keine Fördermittel mehr fließen, damit sei extremer Zeitdruck gegeben.