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Präsidentin verteidigt die WM

Kurz vor Beginn der WM hat Staatschefin Rousseff ein Plädoyer für das Turniers gehalten. Ihr Land sei vorbereitet, die Pessimisten hätten schon verloren. Reden wird sie bei der Eröffnungszeremonie aber nicht.

© Reuters

Rio de Janeiro. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat die Ausrichtung der Fußball-WM in ihrem Land vehement verteidigt und den Kritikern Schwarzmalerei vorgeworfen. „Von diesem Donnerstag an werden die Augen und Herzen der Welt auf Brasilien gerichtet sein, um die größte Weltmeisterschaft der Geschichte zu begleiten“, sagte sie in der Nacht zum Mittwoch in einer landesweit ausgestrahlten Rundfunkansprache.

Die WM sei zudem ein Turnier für den Frieden, das Miteinander und die Toleranz sowie gegen Rassismus, Gewalt und Vorurteile. Die WM bedeute nicht nur Kosten, sondern sie bringe auch Einnahmen. „Sie führt der Wirtschaft Milliarden zu, generiert Geschäfte und schafft Arbeitsplätze“, ergänzte Rousseff in ihrer teilweise auch über Twitter verbreiteten Ansprache. Die Weltmeisterschaft schaffe bleibende Werte, das Vermächtnis werde lebenslang sein.

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„Ich garantiere, es wird kein Strom fehlen“

So seien die Stadien gegen alle Unkenrufe fertiggestellt und die Kapazität der Flughäfen sei verdoppelt worden. Rousseff trat auch Behauptungen entgegen, es werde eine Energierationierung geben. „Ich garantiere, es wird kein Strom fehlen - zur WM nicht und auch danach nicht.“ Die Sicherheit während des Turniers sei ebenfalls garantiert.

Vorwürfe der Kritiker, das Geld für die WM-Infrastruktur hätte in andere Projekte zugunsten der Bevölkerung fließen müssen, ließ sie nicht gelten. Zwischen 2010 und 2013 sei 212 Mal mehr in Gesundheit und Bildung als in den Bau oder die Sanierung der WM-Stadien investiert worden. „Die Pessimisten gehen als Verlierer in das nun beginnende Spiel“, sagte die Staatschefin weiter.

Zudem würden Ausgaben und Konten der WM von den Kontrollbehörden minuziös analysiert. „Wenn irgendwelche Unregelmäßigkeiten bewiesen werden sollten, werden die Verantwortlichen mit maximaler Härte bestraft!“, versicherte Rousseff, die am Donnerstag bei der WM-Eröffnung in São Paulo anwesend sein wird.

Beim Confederations Cup ausgepfiffen

Reden sind allerdings nicht vorgesehen. Bei der Eröffnung des Confederations Cups im vergangenen Jahr waren Rousseff und der Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, Joseph Blatter, ausgepfiffen worden. „Brasilien hat die größten Hindernisse überwunden und ist auf die WM vorbereitet - sowohl auf dem Spielfeld als auch außerhalb“, erklärte die Präsidentin nun.

Die brasilianische Nationalmannschaft (Seleção) repräsentiere die Nation. „Sie steht über den Regierungen, Parteien und den Interessen von irgendwelchen Gruppen. Das brasilianische Volk liebt und vertraut seiner Seleção. (...) Es lebe der Frieden. Es lebe die Copa (WM). Es lebe Brasilien“, sagte Rousseff zum Abschluss ihrer Ansprache. (dpa)