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Praxis modernisieren statt schließen

Die Arztpraxis am Gödaer Oberweg bietet keine guten Bedingungen. Der Zustand entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Patienten haben es schwer, die Räume zu erreichen und sich darin zu bewegen.

© Uwe Soeder

Von Katja Schäfer

Die Arztpraxis am Gödaer Oberweg bietet keine guten Bedingungen. Der Zustand entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Patienten haben es schwer, die Räume zu erreichen und sich darin zu bewegen. Wer nicht mit dem Auto kommt, muss von der Bushaltestelle im Ortszentrum einen Fußmarsch von einem halben Kilometer zurückzulegen. All das sind durchaus gute Gründe dafür, diese Praxis nicht weiter zu betreiben.

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Aber das gilt nur für die Räume. Den Standort aufzugeben, ist richtig – die Praxis zu schließen falsch. Fachleute warnen schon länger vor einer Lücke bei der ärztlichen Versorgung in der Oberlausitz. Anfang dieses Jahres waren laut Aussage des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen in den Landkreisen Bautzen und Görlitz schon 35 Hausarztstellen unbesetzt. Tendenz steigend. Vor allem die ländlichen Gegenden sind betroffen. Sachsen versucht gegenzusteuern; unter anderem mit Stipendien für Medizinstudenten, die bereit sind, nach ihrem Abschluss als Hausärzte aufs Land zu gehen. Doch das löst das Problem nicht. Deshalb ist es absolut unverständlich, dass einem Arzt, der in Göda – einem Dorf mit 30 Ortsteilen – arbeitet und das gern noch einige Jahre tun würde, gekündigt wird. Statt die Praxis zu schließen, sollte sie neue Räume bekommen. Das wäre das richtige Signal für die Zukunft.