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Preiswert nach Freiberg fahren

Verkehrsexperten haben nach Stilllegung der Bahnstrecke die Tarife getestet.

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© Claudia Hübschmann

Von Peter Anderson

Meißen. Nahverkehrskunden, die den Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) in Richtung des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS) verlassen, stehen oft vor dem Rätsel, welche Fahrkarte die Richtige ist. Das kritisiert der Verkehrsclub Deutschland. „Wer in den Onlineauskünften von VVO oder VMS seine Verbindung eingibt, bekommt dort für diese Fahrten in der Regel keine Preisauskünfte.

Das Auskunftssystem der Bahn findet immerhin den Preis bei Verbindungen, die nur Züge enthalten“, sagt Lutz Dressler von der VCD-Kreisgruppe Meißen/Radebeul. Mit dem Start des neuen Nossener Busnetzes und dem neuen kombinierten VMS-VVO-Tarif sei das nicht besser geworden. Der Verband fordert die Verkehrsverbünde auf, eine einheitliche, gerechte und einfache Übergangslösung zu schaffen.

Für die Strecke von Meißen nach Roßwein empfiehlt der Verband, zuerst mit dem Bus 418 nach Nossen zu fahren und dort in die Buslinie 750 umzusteigen. Dressler: „Der neue kombinierte VMS-VVO-Tarif macht es möglich statt zweier Verbundtickets nur noch eine Fahrkarte kaufen zu müssen, für die einfache Fahrt sind das 6,10 Euro.

Von Meißen nach Freiberg gebe es zwei Wege: Entweder fahre der Kunde mit dem Bus 418 oder der 412 nach Nossen und steige dort in die 750 nach Freiberg, oder der Kunde fahre mit der S-Bahn nach Dresden und nehme dann in einen Zug nach Freiberg. „Wer die beiden Verbundtickets selbst zusammenstückelt, kommt auf einen Preis von neun Euro. Das Zugticket kostet 13,60 Euro“, so der VCD-Sprecher.