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Premiere im Kühlhaus

Am Sonnabend läuft der erste BMX-Wettbewerb in der neuen Skatehalle in Weinhübel. Anschließend wird weiter gebaut.

© nikolaischmidt.de

Von Ingo Kramer

Görlitz. Was der Sonnabend bringen wird? André Schubert weiß es nicht. „Es gab Jahre, da hatten wir 30 Starter und andere, da waren es nur zwölf“, sagt der Schatzmeister des Adrenalin-Vereins, in dem die Görlitzer BMX-Fahrer organisiert sind, daneben auch Skater. Am Sonnabend veranstalten sie zum neunten Mal den Do it Jam, den BMX-Wettbewerb, der jedes Jahr einen Höhepunkt für den Verein darstellt.

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Dieses Jahr gab es aber auch schon einen ganz anderen Höhepunkt: Zusammen mit dem Profi Alexander Rink hat das Kernteam des Vereins eine Halle im Parterre des Kühlhauses am Bahnhof Weinhübel zur 15°-Skatehalle ausgebaut. 13000 Euro kostete das. Die Summe kam von der Stadt und der Sparkassenstiftung. „Und schon Anfang des Jahres haben wir beschlossen, dass der Do it Jam deshalb erstmals nicht auf der Strecke hinter dem Kaufland stattfinden soll, sondern in der neuen Halle“, sagt der Schatzmeister. Bisher nutzt der Verein die Halle nur intern: „Bevor die öffentliche Nutzung starten kann, müssen die Rampen abgenommen werden, und wir müssen Versicherungsfragen klären.“ Am Sonnabend also das erste Mal öffentlich, allerdings nur für Fahrer, die sich einschreiben – und natürlich fürs Publikum.

Die Vereinsmitglieder sind gespannt, wie viele Leute kommen werden, denn es ist nicht nur ein neuer Ort, sondern auch ein neuer Termin. Bisher fand der Do it Jam stets im August statt, überschnitt sich aber terminlich mit Wettbewerben in anderen Städten. Deshalb sind die Görlitzer nun in den späten September ausgewichen. Daneben hat der Termin am Sonnabend noch einen anderen Vorteil: Zeitgleich veranstaltet der Kühlhaus-Verein auf dem Außengelände sein Herbstfest. Ob Groß oder Klein, dort ist für jeden etwas dabei: Knüppelkuchen, Herbstbasteln, Streichelgehege, Kinderschminken, Livemusik, sogar ein mobiler Siebdruckstand. Das Herbstfest geht von 14 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

„Unser Wettbewerb läuft etwa von 15 bis 18 Uhr“, sagt André Schubert. Abhängig sei das von der Zahl der Starter. Je nachdem, wie viele kommen, könnte es eine Profi- und eine Amateurklasse geben, dazu einen Bunny-Hop-Contest, also einen Wettbewerb für spezielle Sprünge mit dem BMX-Rad. Am Abend ist im Kühlhaus noch eine Party geplant, bei der DJ Richard und DJ Delüsches Oldies, HipHop und andere Musik auflegen werden. Beide DJs sind mit dem Verein befreundet.

Nach dem Do it Jam schließt die Skatehalle erst einmal wieder für die Öffentlichkeit. Der Grund ist ein erfreulicher: Der Adrenalin-Verein hat von der Max, Erika und Erna Ullrich-Stiftung über 5000 Euro bewilligt bekommen. Diese Summe reicht aus, um auch den Rest der Halle mit Rampen bebauen zu können. Der schon fertige Teil ist vor allem für BMX-Fahrer gedacht, der noch fehlende Teil wird auch Attraktionen für Skateboarder bereithalten. Die zweite Bauphase beginnt im Oktober. Wieder wollen die Vereinsmitglieder und Alexander Rink Hand in Hand arbeiten.

Wenn das geschafft ist, sollen alle Rampen auf einmal abgenommen und auch sämtliche Versicherungsfragen geklärt werden. „Unser Ziel ist es, dass die komplett fertige Halle ab Mitte Dezember öffentlich genutzt werden kann“, sagt André Schubert. Öffnungszeiten und Eintrittspreise stehen noch nicht fest, der Verein will sie aber rechtzeitig bekannt geben.

Die bisherige BMX-Anlage hinter dem Weinhübler Kaufland soll indes nicht in Vergessenheit geraten. Unbekannte hatten dort Mitte Juli die hölzerne Startrampe angezündet. Seither sind Teile der Anlage nicht mehr nutzbar. Die Stadt plant, die Startrampe komplett wiederherzustellen und funktionsfähig zu machen. Für die BMX-Fahrer wäre das ein Gewinn: Dann könnten sie bei schönem Wetter draußen fahren – und ansonsten in der neuen Halle.