merken

Pretzschendorfs neue Turnhalle wird teurer

Für das Gerätelager muss die Gemeinde Klingenberg mehr Geld in die Hand nehmen. Warum es sich trotzdem lohnt.

© Egbert Kamprath

Von Anja Ehrhartsmann

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Durchblättern und viel sparen

Frisch, lebendig und lesefreundlich. Stöbern Sie hier online in den aktuellen Magazinen und Partnerangeboten.

Klingenberg. Der Klingenberger Gemeinderat hat zusätzlich 40 000 Euro für die Sanierung der Turnhalle in Pretzschendorf bewilligt. Auf der jüngsten Ratssitzung wurde der entsprechende Beschluss gefasst, bei einer Gegenstimme. Grund für die leichte Kostensteigerung ist der Anbau an die Turnhalle, der später als Gerätelager dienen soll. Die bereits vergebenen Bauleistungen sind unterm Strich etwas teurer ausgefallen, als ursprünglich angenommen war. Die Verwaltung rechnet hier mit Gesamtkosten von 240 000 Euro, also 40 000 Euro mehr als geplant. Dadurch erhöht sich der Eigenanteil der Gemeinde auf rund 415 000 Euro. Die Verwaltung hat sich aber bereits um eine Nachförderung für den dritten Bauabschnitt bemüht. Wird diese bewilligt, sinkt der Eigenanteil wieder auf rund 400 000 Euro.

Für die Gesamtmaßnahme, die in drei Bauabschnitte gegliedert ist, ging die Gemeinde Klingenberg anfangs von rund einer Million Euro aus. Im Haushalt 2017 wurden rund 375 000 Euro an Eigenmitteln bereitgestellt. Finanziert wird das Bauvorhaben außerdem mit Geld aus mehreren Fördertöpfen. Für den dritten Bauabschnitt kommen 80 000 Euro aus der Schulhausbau-Förderrichtlinie. Rund 546 000 Euro fließen aus den Budgets Bund und Land des Investkraftstärkungsgesetzes. Von dem zusätzlich bewilligten Geld wird die Neugestaltung der Außenanlage bezahlt. Der Gemeinderat hat auf seiner Sitzung die Firma Schurig Außenanlagen aus Dippoldiswalde beauftragt. Damit wurde die letzte noch fehlende Bauleistung vergeben. Die Firma soll das Gelände rund um die Halle wiederherstellen, unter anderem die Weitsprunganlage. Auch Sträucher und Rasen sind in der Planung vorgesehen sowie ein behindertengerechter Zugang zur Halle.

Die Pretzschendorfer Turnhalle ist Ende der 1980er-Jahre errichtet worden und war stark sanierungsbedürftig. Zwischenzeitlich war das Dach undicht geworden, an manchen Stellen regnete es sogar durch. Abgesehen vom baulichen Zustand war die Halle außerdem zu klein. Denn die Kinder der Grundschule Pretzschendorf treiben hier ihren Schulsport und auch die Vereine aus dem Ort nutzen die Halle für Tischtennis, Volleyball, Fußball, Gymnastik. Der neue Anbau, der über einen Durchbruch mit der Halle verbunden sein wird, soll das Platzproblem lösen. Dort werden künftig nur die Geräte für den Schulsport verstaut. „Der Vereinssport bekommt ein gesondertes Lager“, sagt Stefan Lippert vom Bauamt der Gemeinde.

Seit September wird die Turnhalle bereits saniert. Das Gebäude wurde in den Rohbauzustand versetzt, dann begann der Innenausbau. Im Sanitärbereich wird zusätzlich eine Behindertentoilette eingebaut, außerdem entsteht ein Lager für Holzpellets, mit denen die neue Heizung betrieben wird. Ganz zum Schluss wird gestrichen. Bis zu den Sommerferien soll alles fertig sein.