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Pro und Kontra zum Feuerwerk in Dresden

Einmal im Jahr es so ordentlich krachen lassen oder lieber ganz darauf verzichten und mit dem gesparten Geld Gutes tun?

Von Daniel Krüger & Juliane Richter
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Symbolbild.
Symbolbild. © dpa/Sebastian Kahnert
SZ-Redakteur Daniel Krüger.
SZ-Redakteur Daniel Krüger. © Montage: SZ

Pro: Einfach mal krachen lassen tut allen gut

Plastik, Zigaretten, Diesel: Allem geht es an den Kragen, vielem auch aus mehr als nachvollziehbaren Gründen. Umweltschutz zum Beispiel. Trotzdem kann sich manch einer nicht dem Eindruck erwehren, der Kragen der gesellschaftspolitischen Regulierungswut ziehe sich unaufhaltsam immer enger zu.

Nun also das Feuerwerk. Seit über zwei Jahren lodert mittlerweile eine gesellschaftspolitische Debatte über die Moral des Böllerns, die vom Bundesumweltamt und manchen Medien nur allzu gerne angeheizt wird. Raketen und Knaller seien wahnsinnig umweltschädlich, und denke doch mal einer an die armen Hunde, die sich jedes Jahr verängstigt unter dem Sofa verkriechen.

Mit Liberalität und Toleranz hat das nichts zu tun. Die Vorverurteilung ist in Stein gemeißelt: Rückständig und rücksichtslos, der gerne das neue Jahr mit Raketen begrüßt, so der Tenor. Achtung vor dem Feuerteufel! Bleiben wir doch mal etwas gelassen, drücken ein Auge zu. Nur einmal im Jahr.


SZ-Redakteurin Juliane Richter.
SZ-Redakteurin Juliane Richter. © Montage: SZ

Kontra: Dieses Geld doch bitte sinnvoll einsetzen

Feiern, trinken, wildfremden Menschen um Mitternacht in die Arme fallen – gern. Silvester darf das sein. Aber böllern. Nein. Diese Stunden zwischen Bleigießen und dem Neujahrsmorgen scheinen immer mehr zur anstandsfreien Zone zu verkommen. Da werden La Bombas vor die Füße geworfen oder Raketen knapp an Menschen vorbeigeschossen. Zugegeben, nicht jeder mutiert zum rücksichtslosen Zeitgenossen in dieser Nacht. Es gibt auch viele, die sich einfach nur am Funkensprühen erfreuen wollen. Aber müssen es denn diese Massen sein? Tütenweise Batterien und Raketen für zwei- oder dreistellige Beträge? Besser wäre es doch, das Spektakel einzuschränken oder gleich ganz sein zu lassen. Mit dem neuen Jahr stehen ja die guten Vorsätze ins Haus. Mancher will sich mehr engagieren, der Gesellschaft etwas zurückgeben. Soziale Projekte gibt es en masse. Nicht alle werden in der Weihnachtszeit bedacht. Spenden wir das Knallergeld doch einfach. Dann wirkt es wenigstens nachhaltig.